Auf dem Gelände des Pinderparks in Zirndorf soll ein neues Pflegezentrum mit 157 vollstationären Pflegeplätzen entstehen. Mit einem symbolischen Spatenstich wurde der zweite Bauabschnitt an der Thomas-Mann-Straße eingeleitet. Nach Angaben des Projektentwicklers ERL Immobiliengruppe ist die Eröffnung für das Frühjahr 2028 vorgesehen.
Das Gebäude soll das Helene-Schultheiß-Heim ersetzen, das bislang von der Arbeiterwohlfahrt betrieben wird. Als künftiger Betreiber der stationären Einrichtung ist erneut der AWO-Kreisverband Fürth-Land vorgesehen. Ergänzt werden sollen die Pflegeplätze durch eine Tagespflege mit 22 Plätzen, Verwaltungsräume sowie 54 Wohnungen für Beschäftigte.
Der Bauantrag für das Vorhaben wurde laut Projektbeteiligten genehmigt. Landrat Bernd Obst übergab die Unterlagen bei der Veranstaltung an ERL-Vorstand Wolfgang Haider. Rund 50 geladene Gäste aus Politik, AWO und den beteiligten Unternehmen nahmen an dem Termin teil.
Das Pflegezentrum ist Teil einer größeren Entwicklung auf dem knapp 23.000 Quadratmeter umfassenden Areal. In einem ersten Bauabschnitt wurde dort bereits ein Haus mit 65 Einheiten für Betreutes Wohnen errichtet. Der Einzug der Bewohner ist nach den vorliegenden Angaben für November 2026 geplant.
Die geplanten Pflegeappartements sollen sich auf vier Etagen verteilen und jeweils etwa 23 Quadratmeter groß sein. Vorgesehen sind Einzelzimmer mit eigenem Bad. Die Architektur ist laut Projektbeschreibung auf Wohngruppen ausgerichtet, außerdem soll eine Gartenanlage entstehen.
Zirndorfs Bürgermeister Marcus Spath sieht in dem Bauvorhaben eine Erweiterung der örtlichen Angebote für ältere Menschen. «Die Frage im Alter ist nicht nur, wie man versorgt wird, sondern auch die Lebensqualität», sagte Spath beim Spatenstich. Der AWO-Kreisverband verbindet mit dem Neubau zugleich die Verlegung seiner Geschäftsstelle an den Standort.
Der Bedarf an Pflegeplätzen und geeigneten Wohnformen für ältere Menschen nimmt mit dem demografischen Wandel zu.
Der Entwickler kündigte an, das Gebäude im KfW-40-Standard mit dem Qualitätssiegel «Klimafreundlicher Neubau – Wohngebäude» errichten zu wollen.

