E-Pianos, ein E-Schlagzeug, Mischpult und sogar ein Theremin: In der Steiner Musikschule ist ein neuer Raum entstanden, in dem Kinder und Jugendliche Musik nicht nur lernen, sondern auch ausprobieren und gemeinsam entwickeln können. Das «Music Lab» wurde von Bürgermeister Bertram Höfer eröffnet. Finanziell unterstützt wurde das Projekt über das Regionalbudget der Kommunalen Allianz Biberttal-Dillenberg.
Der neue Kreativraum soll mehrere Funktionen miteinander verbinden. Er kann zum gemeinsamen Musizieren und individuellen Üben genutzt werden, bietet aber auch Platz für Theoriearbeit, Hausaufgaben und digitale Anwendungen. Eine kleine Bühne ermöglicht erste Auftritte und Vorspiele in überschaubarem Rahmen. Aufnahmen können unkompliziert mit Smartphones oder Tablets gemacht werden. Zur Ausstattung gehören außerdem Orff-Instrumente, die insbesondere jüngeren Kindern einen spielerischen Einstieg ermöglichen.
Bei der Planung waren auch die Schüler der Musikschule beteiligt. Ihre Vorstellungen flossen nach Angaben der Stadt in die Gestaltung ein. Beim Bau der Moosbilder halfen sie selbst mit. Ergänzt wurde der Raum durch neue Sitzmöbel, ein Sofa, eine farbliche Neugestaltung und Maßnahmen zur Verbesserung der Akustik. Auch auf Barrierefreiheit wurde Wert gelegt. Der Raum ist barrierefrei erreichbar; höhenverstellbare Tische und anpassbare Instrumente sollen eine möglichst selbstständige Nutzung ermöglichen.
«Es ist toll zu sehen, was hier entstanden ist. Das Music Lab ist ein Ort, an dem Kinder und Jugendliche Musik ausprobieren, eigene Ideen entwickeln und gemeinsam kreativ sein können», sagte Höfer bei der Eröffnung.
Das Music Lab gehört zu den Projekten, die 2026 über das Regionalbudget der Kommunalen Allianz Biberttal-Dillenberg unterstützt werden. Für die diesjährige Förderrunde standen insgesamt 75.000 Euro zur Verfügung. Aus 38 Anträgen wurden 24 Projekte ausgewählt. Zur Allianz gehören Ammerndorf, Cadolzburg, Großhabersdorf, Oberasbach, Roßtal, Stein und seit diesem Jahr auch Zirndorf.
Mit dem Förderprogramm können vergleichsweise kleine Vorhaben unterstützt werden. Grundsätzlich dürfen die Gesamtkosten eines solchen Projekts zwischen 625 und 20.000 Euro liegen. Möglich sind Zuschüsse von bis zu 80 Prozent und höchstens 10.000 Euro. Die konkrete Höhe der Förderung für das Music Lab geht aus der Mitteilung der Stadt nicht hervor.

