Ein Apfelbaum steht seit Jahrzehnten im Garten, trägt Jahr für Jahr Früchte, doch niemand weiß mehr, um welche Sorte es sich handelt. Beim Fürther Apfelmarkt lässt sich dieses Rätsel möglicherweise lösen. Am Sonntag, 18. Oktober, können Besucher ihre Äpfel im Stadtpark von einem Fachmann bestimmen lassen. Doch das ist nur eines der Angebote beim 24. Fürther Apfelmarkt, der von 10 bis 17 Uhr entlang der Hans-Schiller-Allee stattfindet.
Sie sind rot, gelb oder grün, schmecken süß, säuerlich oder besonders aromatisch: Äpfel aus heimischem Anbau gibt es in zahlreichen Varianten. Welche Vielfalt die fränkischen Streuobstwiesen hervorbringen, zeigt der Markt mit Obst, Säften, Most, Marmeladen, Honig und weiteren regionalen Spezialitäten. Auch handwerkliche Erzeugnisse gehören zum Angebot. Der Eintritt ist frei.
Wer einen unbekannten Apfelbaum im Garten hat, kann am Sonntag mehr über dessen Früchte erfahren. Ein Pomologe, also ein Fachmann für die Bestimmung von Obstsorten, untersucht mitgebrachte Äpfel und versucht, ihre genaue Sorte zu ermitteln. Dafür werden mindestens fünf Früchte derselben Sorte benötigt. Die Untersuchung kostet zwei Euro pro Sorte.
Besonders bei älteren Obstbäumen kann eine solche Bestimmung interessant sein. Denn neben bekannten Sorten existieren zahlreiche regionale Varianten, die im Handel kaum noch eine Rolle spielen. Ihr Erhalt trägt dazu bei, die Vielfalt der Obstsorten zu bewahren.
Ein Obstbaum braucht allerdings nicht nur den richtigen Standort, sondern auch Pflege. Wie ein fachgerechter Schnitt gelingt, erläutert ein zertifizierter Landschaftsobstbaumpfleger bei zwei Vorführungen um 13 und 15 Uhr.

