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Stromausfall oder Unwetter: Neuer Erste-Hilfe-Kurs in Fürth bereitet auf Notfälle vor

21. Oktober 2026, 21:28 Uhr
Im neuen Kurs des BRK Fürth lernen Teilnehmer Erste Hilfe und Selbstschutz in außergewöhnlichen Notlagen. (Foto: Symbolbild)Im neuen Kurs des BRK Fürth lernen Teilnehmer Erste Hilfe und Selbstschutz in außergewöhnlichen Notlagen. (Foto: Symbolbild)

Der Strom ist weg, das Telefonnetz möglicherweise überlastet, draußen hat ein schweres Unwetter Schäden angerichtet. Wer jetzt Hilfe braucht, kann sich nicht unbedingt darauf verlassen, dass sofort ein Rettungswagen vor der Tür steht. Doch was lässt sich in einer solchen Situation selbst unternehmen? Genau das können Interessierte künftig beim Bayerischen Roten Kreuz (BRK) in Fürth lernen. Ende November startet dort ein neuer, kostenloser Kurs zur Ersten Hilfe in außergewöhnlichen Notlagen.

Dabei geht es um weit mehr als das Anlegen von Verbänden. Unter dem Titel «Erste Hilfe mit Selbstschutzinhalten» vermittelt das BRK praktische Kenntnisse für Situationen, in denen gewohnte Versorgungssysteme vorübergehend nicht funktionieren. Die Teilnehmer erfahren, wie sie sich auf solche Ereignisse vorbereiten, Verletzten helfen und auch dann handlungsfähig bleiben können, wenn professionelle Unterstützung auf sich warten lässt.

«In einer außergewöhnlichen Lage, etwa einem großflächigen Blackout, kann es dauern, bis professionelle Hilfe alle Betroffenen erreicht. Umso wichtiger ist es, dass Menschen dann wissen, was sie selbst tun können», sagt Sonja Scheumann, Breitenausbilderin beim BRK Fürth. Sie möchte mit dem Angebot vor allem vermitteln, dass auch Menschen ohne medizinische Vorkenntnisse im Ernstfall helfen können.

Im Kurs wird unter anderem geübt, wie Wunden versorgt und Verletzungen ruhiggestellt werden. Auch die psychische Betreuung von Menschen, die eine belastende Situation erlebt haben, spielt eine Rolle. Denn bei einem schweren Unglück benötigen Betroffene nicht immer nur medizinische Hilfe, sondern häufig auch jemanden, der ihnen beisteht.

Daneben beschäftigt sich die Schulung mit der Frage, wie sich Haushalte auf Krisen vorbereiten können. Was ist bei längeren Versorgungsausfällen wichtig? Wie funktioniert die organisierte Hilfe in Deutschland? Und was können Menschen selbst tun, um Rettungskräfte bei ihrer Arbeit zu unterstützen?

Das Kursangebot ist Teil eines bundesweiten Programms, das vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe finanziert wird. Ziel ist es, die Menschen besser auf Krisen und Katastrophen vorzubereiten und ihre Fähigkeit zur gegenseitigen Hilfe zu stärken.

In Fürth findet die erste Schulung am Samstag, 28. November 2026, von 9 bis 15 Uhr statt. Veranstaltungsort ist das Rotkreuzhaus in der Henri-Dunant-Straße 11. Der Kurs umfasst sechs Unterrichtseinheiten und steht auch Jugendlichen ab der siebten Klasse offen.

Für die Teilnahme fallen keine Gebühren an. Eine vorherige Anmeldung über www.brk-fuerth.de ist allerdings notwendig.

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