In Oberasbach nimmt der Wahlkampf für die Kommunalwahl 2026 Fahrt auf: Thomas Diebenbusch hat überraschend angekündigt, als parteiloser Kandidat für das Bürgermeisteramt ins Rennen zu gehen. Der Leiter für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit im Rathaus Oberasbach wird bei seiner Bewerbung von den Freien Wählern Oberasbach und von Bündnis 90/Die Grünen unterstützt.
Diebenbusch ist in der Stadt kein Unbekannter. Neben seiner beruflichen Tätigkeit im Rathaus engagiert er sich seit Jahren als Pfarrgemeinderatsvorsitzender in St. Johannes sowie im Kulturverein Oberasbach. «Oberasbach ist für mich mehr als nur ein Wohnort – es ist meine Heimat geworden», betont er in seiner Vorstellung. «Wer mich kennt, weiß, dass mir unsere Stadt sehr am Herzen liegt. Umso mehr macht es mir Sorge, dass Oberasbach in eine schwierige finanzielle Lage geraten ist.»
Sein Hauptanliegen sei es, die finanzielle Stabilität der Stadt wiederherzustellen. «Viele von Ihnen fragen sich zu Recht: Wie konnte es dazu kommen? Was bedeutet das für mich? Und wie kommen wir da wieder raus?», führt er aus. Diebenbusch will die Vergangenheit aufarbeiten und aus Fehlern lernen: «Jetzt geht es darum, die richtigen Schlüsse aus der Vergangenheit zu ziehen, dieselben Fehler nicht zu wiederholen, gemeinsam Lösungen zu erarbeiten und zuversichtlich in die Zukunft zu schauen.»
Diebenbusch will dabei auf eine offene und ehrliche Kommunikation setzen – mit Bürgern, Verwaltung und Stadtrat. «Es muss uns gelingen, die finanzielle Stärke der Stadt wiederherzustellen, damit wir nicht nur unsere Pflichtaufgaben erfüllen, sondern uns auch all die Dinge leisten können, die Oberasbach lebenswert machen: die Unterstützung für Vereine, gute Kitas, Schulen und Mittagsbetreuung, ein reges kulturelles Leben und eine leistungsfähige Infrastruktur.»
Diebenbusch betont ausdrücklich, dass seine Bewerbung nicht parteipolitisch motiviert sei: «Ich trete als parteiloser Kandidat an, weil es hier nicht um Parteipolitik geht – es geht um die Zukunft unserer Stadt.» Seine Unterstützung durch die Grünen und die Freien Wähler versteht er als Signal für überparteiliche Zusammenarbeit.
Für seine Kandidatur verweist er zudem auf seine berufliche Qualifikation: «Ich bringe langjährige Erfahrung aus Finanzierungsgesellschaften namhafter Banken und einer Unternehmensberatung mit. Dazu kommen sechs Jahre Tätigkeit im Rathaus, wo ich tagtäglich erlebe, wie Verwaltung und Stadtrat miteinander funktionieren.»
In den kommenden Wochen will Diebenbusch seine Vorstellungen im direkten Austausch mit den Bürgern erläutern – bei Veranstaltungen, Spaziergängen oder persönlichen Begegnungen in der Stadt.
Es wäre nicht das erste Mal, dass ein Pressesprecher im Landkreis Fürth Bürgermeister wird. Im Jahr 2008 wurde Kurt Krömer in Stein zum Rathauschef gewählt – zuvor war er unter der damaligen Landrätin Gabriele Pauli in der Pressestelle des Landkreises tätig.
Die Ankündigung von Diebenbusch erfolgt in einer Phase, in der die Haushaltslage Oberasbachs im Zentrum der politischen Diskussion steht. Bürgermeisterin Birgit Huber, die nicht mehr zur Wahl stehen wird, hatte jüngst betont, dass die Stadt trotz Engpässen ein tragfähiges Konsolidierungskonzept brauche, um handlungsfähig zu bleiben. Sie verwies zugleich auf die Bedeutung kultureller und traditioneller Veranstaltungen.