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Streit um Einwanderung: Fürths OB Jung kritisiert Aussagen von Ministerin Bas scharf

7. Mai 2026 , ,
Fürths Oberbürgermeister Thomas Jung kritisiert Aussagen von Bundesministerin Bärbel Bas zur Migration scharf. (Foto: Symbolbild)Fürths Oberbürgermeister Thomas Jung kritisiert Aussagen von Bundesministerin Bärbel Bas zur Migration scharf. (Foto: Symbolbild)

Der Fürther Oberbürgermeister Thomas Jung hat Aussagen von Bundesministerin Bärbel Bas zur Migration scharf kritisiert. Die Politikerin hatte im Deutschen Bundestag erklärt, dass niemand in die deutschen Sozialsysteme einwandere. Jung bezeichnete diese Äußerung am Donnerstag als falsch und unzutreffend.

Wie der Fürther Rathauschef in einer Mitteilung erklärte, dürfe sich Deutschland zwar über unzählige wertvolle und gut integrierte Menschen mit Zuwanderungshintergrund freuen. Man müsse für ebenso unzählige Erfolgsgeschichten im Rahmen der Migration dankbar sein. Dies gelte ganz besonders für seine Heimatstadt Fürth. Dennoch gebe es nachweislich eine gezielte und gesteuerte Einwanderung in die Sozialsysteme. Diese erfolge sowohl aus Osteuropa als auch aus außereuropäischen Ländern.

Jung warnte vor den politischen Folgen der ministeriellen Aussage. Wer die Zuwanderung in die Sozialsysteme abstreite, sende die fatale Botschaft aus: «Ich sehe kein Problem.» Wer jedoch kein Problem sehe, werde dieses auch nicht lösen, betonte der Oberbürgermeister. Dies sei eine Botschaft, die nicht nur für die SPD viel Schaden anrichten könne.

Es sei ihm daher ein wichtiges Anliegen, die gegenteilige Botschaft zu formulieren. Er wolle unmissverständlich klarmachen, dass es auch innerhalb der SPD Politiker gebe, die sich der gesellschaftlichen Realität nicht verschließen.