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Vom Röhrenradio zum Klanggarten: Fürths Rundfunkmuseum erfindet sich neu

8. Mai 2026
Die Sanierung des Fürther Rundfunkmuseums in der Kurgartenstraße läuft auf Hochtouren. Zur Neueröffnung im September 2027 soll das Haus als „Neues Rundfunkmuseum Fürth - Haus des Hörens“ wieder öffnen. (Foto: Stadt Fürth)Die Sanierung des Fürther Rundfunkmuseums in der Kurgartenstraße läuft auf Hochtouren. Zur Neueröffnung im September 2027 soll das Haus als „Neues Rundfunkmuseum Fürth - Haus des Hörens“ wieder öffnen. (Foto: Stadt Fürth)

Wo einst Röhrenradios knisterten, bestimmen derzeit Bauarbeiten das Bild. Die umfangreiche Sanierung des Fürther Rundfunkmuseums in der Kurgartenstraße, die Ende 2024 gestartet ist, läuft aktuell auf Hochtouren. Mitten in dieser intensiven Bauphase erhält die Einrichtung nun eine neue Identität. Zur anvisierten Neueröffnung im September 2027 wird das Haus unter dem Namen «Neues Rundfunkmuseum Fürth – Haus des Hörens» firmieren.

Mit der baulichen Neugestaltung geht eine spürbare inhaltliche Veränderung einher. Das traditionelle Thema Rundfunk wird künftig deutlich erweitert, sodass sich nach der Wiedereröffnung alles um den vielschichtigen Schwerpunkt Hören dreht. Kulturreferent Benedikt Döhla zeigt sich hochzufrieden mit dem gewählten Titel. Ihm zufolge ist die komplexe Aufgabe, das Thema Hören zu fokussieren und zugleich den Rundfunk im Namen zu belassen, überzeugend gelungen.

Auch Museumsleiterin Karin Heinzler sieht in der Umbenennung einen wichtigen strategischen Schritt. «Im neuen Namen ist alles drin», erklärt sie. Der Titel bilde die Neuausrichtung zu einem lebendigen Bildungsort und Kulturort mit einer überarbeiteten Dauerausstellung ab, ohne dabei die Tradition und die Wurzeln des Hauses auszublenden. Der Leiter der städtischen Museen, Martin Schramm, begrüßt die frühe Entscheidung ausdrücklich. Mit der passenden Namensfindung könne das Museumsteam bereits jetzt gezielt in die Vermarktung sowie die Öffentlichkeitsarbeit einsteigen.

Dass das Projekt die Menschen in der Region bewegt, zeigte sich deutlich im Vorfeld. Zahlreiche Bürger hatten eigene Anregungen und Namensvorschläge eingesandt. Heinzler wertet dies als klaren Beweis für die starke Verbundenheit der Bevölkerung zum Museum. Optisch wird sich das Haus in den kommenden Jahren ebenfalls stark verändern. Nach den Entwürfen des Architekturbüros DBCO aus Münster erhält das Gebäude einen modernen, geschwungenen Anbau sowie einen barrierefreien Eingang.