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Barrierefreie Bushaltestelle in der Bachstraße in Großhabersdorf bleibt schwierig

3. Juni 2026 ,
Die nördliche Bushaltestelle in der Bachstraße in Großhabersdorf soll barrierefrei umgebaut werden – eine endgültige Lösung steht jedoch noch aus. (Foto: Symbolbild)Die nördliche Bushaltestelle in der Bachstraße in Großhabersdorf soll barrierefrei umgebaut werden – eine endgültige Lösung steht jedoch noch aus. (Foto: Symbolbild)

Der barrierefreie Ausbau der nördlichen Bushaltestelle in der Bachstraße in Großhabersdorf bleibt vorerst offen. Die Gemeinde prüft inzwischen eine andere Lösung im Bereich der Einmündung der Bachstraße. Hintergrund sind Bedenken wegen der Verkehrssituation an der ursprünglich vorgesehenen Stelle.

Erster Bürgermeister Thomas Zehmeister sagte auf Anfrage von Fürth Aktuell, die Verkehrsbehörde habe erhebliche Bedenken eingebracht. Die mit dem Umbau verbundene Einengung der Straße hätte demnach dazu führen können, «die Flüssigkeit des Verkehrs erheblich einzuschränken».

Ursprünglich war für die Haltestelle ein sogenanntes Kasseler Bord vorgesehen. Dabei handelt es sich um einen speziellen erhöhten Bordstein, der Bussen ein möglichst nahes Heranfahren an die Haltestelle erleichtert und damit das Ein- und Aussteigen verbessern soll. Grundsätzlich habe die Gemeinde mit dieser Bauweise bereits gute Erfahrungen gemacht, erklärte Zehmeister. In der Bachstraße sei die Lösung technisch zwar umsetzbar gewesen. In der Praxis hätte sie nach Einschätzung der Gemeinde aber zu Problemen führen können.

Eine Rolle spielten dabei auch die örtlichen Verhältnisse. Der Umbau hätte so erfolgen müssen, dass Anlieger ihre Grundstücke weiterhin ohne bauliche Einschränkungen nutzen können. Hinzu kam die Verkehrssituation in der Bachstraße. Probleme durch mögliche Rückstaus wegen wartender Busse seien «nicht von der Hand zu weisen» gewesen, so Zehmeister.

Nach Angaben des Bürgermeisters prüft die Gemeinde nun, ob eine barrierearme Haltestelle im Einmündungsbereich der Bachstraße möglich wäre. Dazu sollen die betroffenen Behörden erneut beteiligt werden. Eine endgültige Entscheidung ist damit noch nicht gefallen.

Zehmeister betonte zugleich, dass ein barrierearmer Umbau aller Haltestellen grundsätzlich wünschenswert wäre. In der Praxis stoße dieses Ziel jedoch immer wieder an Grenzen. «Leider sind Umbauten aufgrund der Örtlichkeiten schon allein baulich nicht 1:1 umsetzbar», erklärte der Bürgermeister. Absenkbare Busse und entsprechende Hilfsrampen seien zwar «nicht 100 Prozent im Sinne der Inklusion», könnten in einzelnen Fällen aber zumindest eine praktikable Lösung darstellen.