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Abkühlung auf Knopfdruck: Oberbürgermeister und infra demonstrieren die neuen Sprühnebler in der Fürther Innenstadt

30. Juni 2026, 15:03 Uhr
Oberbürgermeister Dr. Thomas Jung (links) und infra-Chef Marcus Steurer führten die Säulen vor. Foto: Roland BeckOberbürgermeister Dr. Thomas Jung (links) und infra-Chef Marcus Steurer führten die Säulen vor. Foto: Roland Beck

Sie laufen schon seit dem heißen Wochenende (wir haben berichtet), nun sind sie aber auch offiziell vorgestellt: In der Fürther Innenstadt sorgen drei neue Sprühnebelsäulen für Abkühlung. Oberbürgermeister Dr. Thomas Jung und infra-Chef Marcus Steurer führten die Säulen am Dienstag vor.

Die infra fürth hat die Anlagen unter dem Namen «FrischeSpender» an drei Standorten aufgebaut: in der Schwabacher Straße auf Höhe der Hausnummer 48, in der Gustav-Schickedanz-Straße beim U-Bahnabgang Richtung Bahnhof und in der Rudolf-Breitscheid-Straße auf Höhe der Hausnummer 3. Nach Angaben der infra sollen sie an heißen Tagen feinen Wassernebel abgeben und damit im direkten Umfeld kurzfristig für spürbare Abkühlung sorgen.

Eigentlich sollten die Säulen erst heute offiziell vorgestellt werden. Wegen der hohen Temperaturen waren sie aber bereits nach dem Aufbau am Freitag in Betrieb geblieben. Bei der Vorstellung hieß es, die Rückmeldungen aus der Bevölkerung seien sehr positiv gewesen. Besonders an den heißen Tagen hätten Menschen die Anlagen seh oft genutzt.

Die Säulen benötigen nach Angaben der infra keinen Strom für den Betrieb des Nebels, sondern nutzen den Wasserdruck im Netz. Eine Batterie sei lediglich für den Taster und das Ventil vorgesehen.

infra-Chef Marcus Steuer erklärte die Funktionsweise so: «Der feine Sprühnebel verdunstet in der Luft, entzieht der Umgebung Wärme und kühlt die Luft spürbar um bis zu zwölf Grad Celsius ab. Man wird dabei nicht nass, wenn man unter der circa zwei Meter hohen Nebeldusche steht.» Pro Säule hat die infra nach eigenen Angaben rund 8000 Euro investiert. Oberbürgermeister Thomas Jung sieht die Anlagen demnach als Teil einer klimaangepassten Stadtentwicklung. Die Idee sei unter anderem durch Beispiele aus Wien aufgegriffen worden.

Auch die Hygiene soll regelmäßig kontrolliert werden. Die infra verweist auf Probenahmen durch ein akkreditiertes Labor. Außerdem spülen sich die Säulen in regelmäßigen Abständen automatisch selbst. Beim Wasserverbrauch nennt die infra einen Wert von etwa 1,8 Litern pro Minute. Entscheidend sei, dass die Säulen nicht dauerhaft Wasser abgeben, sondern nur bei Bedarf aktiviert werden.

Die drei Anlagen ergänzen die bestehenden Trinkwasserangebote in der Stadt. Neben den bisher fünf Trinkwasserspendern hat die infra einen weiteren Spender am Stresemannplatz aufgestellt. In Kürze soll ein weiterer in der Dambacher Straße dazukommen. Eine Übersicht zu Trinkbrunnen und Sprühnebelstandorten stellt die infra auf ihrer Internetseite bereit.

Ob weitere Sprühnebler hinzukommen, ist noch nicht entschieden. Für dieses Jahr sind zunächst keine zusätzlichen Anlagen geplant. Die drei Standorte sollen erst getestet werden. Dabei geht es unter anderem darum, wie die Säulen angenommen werden, wie sie sich im laufenden Betrieb bewähren und ob es Probleme mit Vandalismus gibt. Wenn sich das Angebot bewährt und geeignete Standorte gefunden werden, könnten laut Jung in den kommenden Jahren weitere Anlagen folgen.

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