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Mehr als 30 Veranstaltungen zur Zukunft der Ortskerne

6. August 2026, 15:37 Uhr ,
Bei den «Aktionstagen Innenorte» öffnen historische Gebäude und Sanierungsprojekte im Landkreis Fürth ihre Türen. Hier das Kulturhaus in Stein (Foto: Roland Beck)Bei den «Aktionstagen Innenorte» öffnen historische Gebäude und Sanierungsprojekte im Landkreis Fürth ihre Türen. Hier das Kulturhaus in Stein (Foto: Roland Beck)

Manche Gebäude erzählen ihre Geschichte schon durch ihre Fassade. Andere haben ihr früheres Aussehen fast verloren oder stehen seit Jahren leer. Bei den «Aktionstagen Innenorte» wird sichtbar, wie solche Häuser erhalten und wieder mit Leben gefüllt werden können. Vom 13. bis 27. September beteiligen sich sieben Kommunen im Landkreis Fürth an der Veranstaltungsreihe.

Mehr als 30 Termine sind in Langenzenn, Cadolzburg, Wilhermsdorf, Stein, Roßtal, Oberasbach und Zirndorf geplant. Das Programm führt in sanierte Wohnhäuser, historische öffentliche Gebäude und zu Orten, deren Zukunft noch diskutiert wird. Hinzu kommen Vorträge, Ausstellungen und Beratungen zu Sanierung, Energieversorgung und Fördermöglichkeiten.

Eröffnet werden die Aktionstage am Dienstag, 15. September, im Oberasbacher Altort. Am Linder Weg 2 beginnen ab 9.30 Uhr Fachbeiträge zur Entwicklung von Ortskernen, zum Flächensparen und zu den Möglichkeiten, die das Baurecht bietet. Um 11 Uhr eröffnen Landrat Bernd Obst und Oberasbachs Bürgermeister Thomas Diebenbusch die Veranstaltungsreihe offiziell. Vorgestellt werden dabei auch Entwürfe von Architekturstudenten der Hochschule Karlsruhe.

Oberasbach ist zugleich Schauplatz mehrerer Programmpunkte. In einer Ausstellung zeigen Studenten Ideen für leer stehende Häuser im Altort. Bei einem Sanierungsrundgang öffnen außerdem zwei Wohnhäuser aus den 1960er-Jahren ihre Türen. An ihnen lässt sich nachvollziehen, wie ältere Gebäude energetisch erneuert werden können, ohne sie vollständig durch Neubauten zu ersetzen.

Auch in den anderen Kommunen werden Gebäude zugänglich, die gewöhnlich nicht oder nur teilweise besichtigt werden können. In Wilhermsdorf führt Architekt Michael Kühnlein über die Baustelle des neuen Bürgerzentrums. Ein weiterer Rundgang widmet sich der sanierten Pfarrscheune in Kirchfarrnbach. Ein Fachvortrag informiert zudem über Asbest, Holzschutzmittel und andere Schadstoffe, die bei Arbeiten an älteren Häusern eine Rolle spielen können.

In Cadolzburg rückt das ehemalige Sägewerksareal in den Mittelpunkt. Bei einem Rundgang werden der derzeitige Planungsstand und mögliche Perspektiven für die weitere Nutzung erläutert. Eine Führung zeigt außerdem, wie ein historisches Badershaus zur Musikschule wurde.

Roßtal beteiligt sich unter anderem mit einem Einblick in den früheren Wichernhof. Das ehemalige Pflegeheim wird zu betreutem Wohnen mit Café umgebaut. Eine Ausstellung in der Spitzweed-Scheune zeichnet die Geschichte des Gebäudes seit 1829 nach. An einem privaten Fachwerkhaus wird zudem die denkmalgerechte Sanierung erläutert.

In Stein reicht das Spektrum vom ältesten Gebäude der Stadt bis zu aktuellen Fragen der Wärmeversorgung. Das Heimatmuseum öffnet seine Räume und informiert über Geschichte, Sanierung und heutige Nutzung. Weitere Führungen gelten dem Kulturhaus und dem früheren Beckenstadel. Vorträge befassen sich mit der Modernisierung von Baudenkmälern und der Frage, wie Gebäude künftig beheizt werden können.

Nicht alle Angebote setzen einen festen Führungstermin voraus. Mit der App Actionbound können die sieben Ortskerne auch selbstständig erkundet werden. Die digitalen Touren verbinden Informationen zur Geschichte der Orte mit Quizfragen und kleinen Aufgaben.

Die Veranstaltungsreihe ist ein Projekt des Regionalmanagements im Landkreis Fürth. Dahinter steht die Absicht, vorhandene Gebäude und Flächen stärker zu nutzen, bevor weitere Flächen am Ortsrand bebaut werden. Nach Angaben des Bayerischen Wirtschaftsministeriums sollen zugleich nachhaltiges Wohnen, Klimaschutz und die Lebensqualität in den Ortskernen gestärkt werden. Beratungsangebote und Fördermöglichkeiten sollen leichter zugänglich werden.

Das vollständige Programm ist auf der Internetseite des Landkreises veröffentlicht.

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