Nach dem Besprühen eines Windrads an der Seckendorfer Straße in Veitsbronn hat die Polizei am Samstagabend, 8. August, drei Tatverdächtige festgenommen. Gegen eine fünfköpfige Gruppe laufen Ermittlungen wegen Sachbeschädigung durch Graffiti, wie das Polizeipräsidium Mittelfranken am Dienstag mitteilte.
Eine Zeugin hatte gegen 20 Uhr den Notruf gewählt, nachdem sie fünf Personen unter dem Windrad beobachtet hatte. Nach Angaben der Polizei verteilte sich die Gruppe an der Anlage, während eine Person offenbar mit einem Werkzeug versuchte, die Tür zu öffnen, um ins Innere des Windrads zu gelangen. Der Versuch scheiterte.
Die Zeugin filmte demnach zwei Personen, die mehrere Quadratmeter der Anlage mit Farbe besprühten. Als eine Streife eintraf, brach die Gruppe ihr Vorgehen ab und flüchtete. Zurück blieb ein Rucksack mit Spraydosen und Werkzeug.
Ein 16-jähriger deutscher Tatverdächtiger wurde nach einer Verfolgung in einem Maisfeld gestellt. Er soll während der Flucht weitere Spraydosen weggeworfen haben. Laut Polizei wies der Jugendliche frische Farbe an den Händen auf, bestritt jedoch den Tatvorwurf.
Weil weitere Personen in dem Feld vermutet wurden, umstellten Einsatzkräfte das Gelände und setzten eine Drohne ein. Ein 23-jähriger deutscher Tatverdächtiger stellte sich erst, nachdem die Polizei angekündigt hatte, einen Diensthund zur Durchsuchung des Maisfelds einzusetzen. Bei ihm klingelte während der Durchsuchung das Mobiltelefon, wodurch die Beamten nach eigenen Angaben die Identität eines weiteren Tatverdächtigen ermitteln konnten.
In dem zurückgelassenen Rucksack fanden die Beamten zudem ein Skizzenbuch mit Graffiti-Tags. Da die Gruppe nach ersten Erkenntnissen nicht aus Veitsbronn stammen soll, überprüfte die Polizei auch den Bahnhof Siegelsdorf. Dort nahm sie einen 19-jährigen deutschen Tatverdächtigen fest.
Die drei Beschuldigten wurden zur Dienststelle gebracht, zwei von ihnen erkennungsdienstlich behandelt. Der 16-Jährige wurde seiner Mutter übergeben. Für den 23-Jährigen, der laut Polizei keinen festen Wohnsitz hat, ordnete die Staatsanwaltschaft die Benennung eines Zustellungsbevollmächtigten an.
Die Polizeiinspektion Zirndorf untersucht nun die jeweiligen Tatbeiträge und sucht nach den weiteren Beteiligten der Gruppe.

