Ein ungewöhnlicher Anblick hat am Dienstagmorgen in der Fürther Innenstadt zunächst eine Passantin und wenig später auch die Polizei beschäftigt: In mehreren Brunnen leuchtete das Wasser auffällig neongrün. Inzwischen ermittelt die Kriminalpolizei und geht auch der Frage nach, ob hinter der Aktion möglicherweise ein politischer Protest steckt.
Gegen 9.30 Uhr fiel einer Passantin zunächst das verfärbte Wasser im Gauklerbrunnen am Obstmarkt auf. Nach Angaben des Polizeipräsidiums Mittelfranken wurden daraufhin weitere Brunnen kontrolliert. Dabei zeigte sich, dass die ungewöhnliche Farbe nicht auf einen einzelnen Standort beschränkt war.
Auch im Paradiesbrunnen in der Königswarterstraße sowie im Fontänenfeld in der Fußgängerzone hatte sich das Wasser neongrün verfärbt. Insgesamt waren damit drei Anlagen in der Fürther Innenstadt betroffen. Das Wasser wurde vorsorglich abgelassen.
Nun beschäftigt der Fall das zuständige Fachkommissariat der Fürther Kriminalpolizei. Die Ermittler wollen unter anderem herausfinden, wer die Farbe in die Brunnen gegeben hat. Darüber hinaus prüfen sie, ob es eine Verbindung zu einer ähnlichen Aktion im Mai in Nürnberg geben könnte.
Dort waren am 21. Mai im Rahmen einer bundesweiten Protestaktion von Extinction Rebellion ebenfalls Brunnen grün eingefärbt worden. Die Organisation protestierte damit gegen die Gaspolitik der Bundesregierung. Ob hinter den Fürther Verfärbungen dieselbe Gruppe oder überhaupt eine vergleichbare Aktion steckt, ist bislang nicht bekannt.
Für die Ermittlungen hofft die Polizei nun auf Beobachtungen aus der Bevölkerung. Insbesondere Hinweise auf verdächtige Vorgänge im Umfeld des Gauklerbrunnens, des Paradiesbrunnens oder des Fontänenfeldes könnten für die Ermittler von Bedeutung sein. Zeugen können sich unter der Telefonnummer 0911/2112-3333 bei der Polizei melden.

