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Nach Streit in Fürth: Wohnung brennt, 33-Jähriger festgenommen

12. August 2026, 14:21 Uhr ,
Nach einem Wohnungsbrand in der Fürther Winklerstraße ermittelt die Kriminalpolizei wegen des Verdachts der schweren Brandstiftung. (Foto: Symbolbild/Roland Beck)Nach einem Wohnungsbrand in der Fürther Winklerstraße ermittelt die Kriminalpolizei wegen des Verdachts der schweren Brandstiftung. (Foto: Symbolbild/Roland Beck)

Nur kurze Zeit nachdem eine Frau die Polizei um Unterstützung gebeten hatte, ging die gemeinsame Wohnung mit ihrem Ex-Partner in Flammen auf. Jetzt ermittelt die Fürther Kriminalpolizei gegen einen 33-Jährigen wegen des Verdachts der schweren Brandstiftung. Der deutsch-polnische Tatverdächtige wurde noch am Dienstagabend festgenommen. Die Staatsanwaltschaft beantragte Untersuchungshaft.

Ausgangspunkt war nach Angaben des Polizeipräsidiums Mittelfranken ein Streit im häuslichen Umfeld. Die Frau meldete sich am Dienstagnachmittag, 11. August, bei der Polizeiinspektion Fürth. Sie wollte persönliche Gegenstände aus der gemeinsamen Wohnung in der Winklerstraße holen, traute sich jedoch nicht allein hinein. Sie befürchtete, dort auf ihren ehemaligen Partner zu treffen.

Als die angeforderte Streife eintraf, erklärte die Frau, sie habe den 33-Jährigen inzwischen gesehen. Er habe die Wohnung verlassen und sei mit einem Fahrrad davongefahren. Kaum hatte sie dies den Beamten berichtet, gingen aus dem Mehrfamilienhaus weitere Notrufe ein: Im Erdgeschoss brannte eine Wohnung. Es handelte sich um genau jene Räume, die das frühere Paar gemeinsam genutzt hatte.

Die Feuerwehr öffnete die Wohnung mit einem Schlüssel, den die Frau zur Verfügung stellte. Im Inneren fanden die Einsatzkräfte ein Feuer vor, das rasch gelöscht werden konnte. Bewohnbar sind die Räume vorerst dennoch nicht mehr. Wie groß der Schaden ist, konnte die Polizei zunächst nicht beziffern. Von Verletzten berichteten die Ermittler nicht.

Zu diesem Zeitpunkt war der Ex-Partner verschwunden. Die Polizei leitete umgehend eine Fahndung ein, fand den 33-Jährigen zunächst jedoch nicht. Erst gegen 21.45 Uhr fiel er einer Streife in der Friedrich-Ebert-Straße auf. Die Beamten nahmen ihn dort fest. Die Staatsanwaltschaft ordnete anschließend eine Blutentnahme an.

Gegen den 33-Jährigen besteht der Verdacht der schweren Brandstiftung. Die Staatsanwaltschaft stellte deshalb Haftantrag. Am Mittwoch soll ein Ermittlungsrichter entscheiden, ob der Tatverdächtige in Untersuchungshaft kommt. Das Fachkommissariat der Fürther Kriminalpolizei führt die Ermittlungen weiter und bittet mögliche Zeugen um Hinweise unter der Telefonnummer 0911 2112-3333.

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