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Eni Kuske aus Zirndorf wird Fünfte bei U20-WM in Eugene

17. August 2026, 15:04 Uhr ,
Eni Kuske vom TSV Zirndorf erreichte bei der U20-Weltmeisterschaft in Eugene das Halbfinale über 400 Meter und belegte mit der deutschen 4x400-Meter-Staffel im Finale Rang fünf. Foto: Kai Peters

Die große internationale Bühne, zwei 400-Meter-Rennen an einem Tag und zum Abschluss ein fünfter Platz mit der deutschen Staffel: Eni Kuske vom TSV Zirndorf hat bei den U20-Weltmeisterschaften im US-amerikanischen Eugene ihr bislang größtes internationales Kapitel geschrieben. Die Nachwuchssprinterin erreichte bei ihrem WM-Debüt zunächst das Halbfinale über 400 Meter und stand wenige Tage später mit der deutschen 4×400-Meter-Staffel im Finale.

Die Weltmeisterschaften fanden im Hayward Field in Eugene im Bundesstaat Oregon statt. Der traditionsreiche Austragungsort war Schauplatz für die internationale Nachwuchsspitze. Kuske gehörte zu den 70 Athleten des Deutschen Leichtathletik-Verbandes und war für die 400 Meter sowie als mögliche Läuferin der 4×400-Meter-Staffel vorgesehen.

Für den Einzelstart hatte sich die Zirndorferin zuvor bei den Deutschen U20-Meisterschaften qualifiziert. Dort gewann sie über 400 Meter in 53,96 Sekunden Silber hinter Luna Fischer vom VfL Eintracht Hannover und sicherte sich damit einen der beiden deutschen Startplätze für Eugene.

Kuskes WM-Beteiligung begann mit dem Vorlauf über 400 Meter. Sie musste auf der weit außen gelegenen Bahn acht antreten. «So weit außen zu laufen, hat mich etwas beunruhigt, zumal ich nicht wie Luna der Typ bin, der von Anfang an ballert», sagte Kuske anschließend. Sie habe jedoch schnell gemerkt, dass sie auf die Läuferin auf Bahn neun aufschließen konnte.

Im Ziel wurde es äußerst knapp. Kuske erreichte nach 53,97 Sekunden Rang drei und damit die direkte Qualifikation für das Halbfinale. Die Nigerianerin Jecinta Lawrence wurde zeitgleich gewertet, lag in der Tausendstelauswertung jedoch hinter der Zirndorferin. «Ich dachte im Ziel erst, dass sie vorne war. Ich habe sie neben mir gesehen», sagte Kuske.

Noch am selben Tag folgte das Halbfinale. Dort traf Kuske unter anderem auf die US-Amerikanerin Ataja Stephanie Vazquez, die ihren Lauf in 51,76 Sekunden gewann und die schnellste Zeit aller Halbfinals erzielte. Für Kuske wurden 54,53 Sekunden gestoppt. Damit belegte sie Rang acht und verpasste den Einzug in das Finale.

Die kurze Pause zwischen den beiden Rennen machte sich nach ihren Angaben bemerkbar. «Ich habe schon beim Probestart gemerkt, dass die Beine schwerer sind als gewohnt», sagte Kuske. Dennoch überwog die Zufriedenheit über ihren ersten internationalen Auftritt: «Ich bin trotzdem stolz, dass ich hier stehen darf und das Halbfinale erreicht habe.»

Danach richtete sich der Blick auf die 4×400-Meter-Staffel. Deutschland trat im Vorlauf mit Ida Carlotta Schröder als Startläuferin, Luna Fischer, Hannah Schwind und Kuske als Schlussläuferin an. Das Quartett setzte sich in seinem Lauf durch. Kuske übernahm den Staffelstab hinter Jamaika, zog auf ihrer Runde vorbei und brachte Deutschland nach 3:34,35 Minuten als Sieger ins Ziel. Die Zeit bedeutete zugleich die fünftbeste Leistung aller Vorläufe.

Für das Finale änderte das Trainerteam die Aufstellung. Kuske rückte auf die Startposition, Fischer blieb zweite Läuferin. Anschließend folgten Schröder und die 400-Meter-Hürdenläuferin Rebekka Feirle. Kuske übergab als Fünfte und brachte die deutsche Staffel damit in eine gute Ausgangslage. Diese Position hielt das Quartett bis ins Ziel.

Mit 3:34,08 Minuten steigerte Deutschland seine Zeit aus dem Vorlauf noch einmal und belegte Rang fünf. Weltmeister wurden die USA in 3:29,15 Minuten vor Australien und Großbritannien.

Für Kuske bedeutete Eugene damit einen bemerkenswerten Abschluss einer Saison, in der ein Einsatz in der Nationalstaffel zunächst das zentrale Ziel gewesen war. Trainer Marcus Grun erklärte nach der WM, spätestens nach dem Deutschen Hallentitel sei auch die Möglichkeit eines Einzelstarts greifbar geworden. Trotz kleinerer Blessuren in der Saisonvorbereitung und gesundheitlicher Beschwerden kurz vor dem ersten WM-Start habe Kuske vier konzentrierte Rennen auf internationalem Niveau absolviert.

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