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Hinter sonst verschlossenen Türen: 10 außergewöhnliche Stadt(ver)führungen in Fürth

20. August 2026, 10:46 Uhr
Hinter sonst verschlossenen Türen: Wir stellen 10 außergewöhnliche Stadt(ver)führungen in Fürth vor. SymbolbildHinter sonst verschlossenen Türen: Wir stellen 10 außergewöhnliche Stadt(ver)führungen in Fürth vor. Symbolbild

Einmal in den Fundus des Stadttheaters schauen, die Produktion eines Fürther Spielzeugherstellers erleben oder den Tempel einer Freimaurerloge betreten: Bei den Stadt(ver)führungen öffnen sich in Fürth im September wieder Türen, hinter die im Alltag kaum jemand blickt. Unter den 105 Fürther Programmpunkten finden sich einige besonders ungewöhnliche Einblicke.

Vom 18. bis 20. September stehen die Stadt(ver)führungen in Nürnberg und Fürth in diesem Jahr unter dem Motto „Zeitfenster“. Insgesamt sind in beiden Städten knapp 570 Führungen, Vorträge, Lesungen und Workshops angekündigt. Fürth Aktuell hat das Programm durchgesehen und zehn Angebote ausgewählt, die ungewöhnliche Orte zeigen oder einen Blick hinter normalerweise kaum zugängliche Kulissen ermöglichen. Die Reihenfolge stellt keine Wertung dar.

1. Spielzeugproduktion bei BRUDER in Burgfarrnbach

Wie entstehen die Kunststofffahrzeuge, die später in Kinderzimmern auf der ganzen Welt landen? BRUDER Spielwaren öffnet für die Stadt(ver)führungen seine Produktion in Burgfarrnbach. Der Betrieb, dessen Geschichte vor rund 100 Jahren als Ein-Mann-Heimwerksbetrieb begann, beschäftigt heute nach Angaben im Veranstaltungsprogramm rund 500 Mitarbeiter.

Bei der einstündigen Führung geht es um die heutige technische Fertigung der Spielzeugfahrzeuge. Festes Schuhwerk ist erforderlich.

Termin: Freitag, 18. September, 15 Uhr und 16.30 Uhr
Treffpunkt: Eingang Tor 2, Bernbacher Straße 94–98
Dauer: 60 Minuten
Zusätzliches Anmeldeticket: erforderlich

2. Ein Blick ins Depot des Rundfunkmuseums

Das Rundfunkmuseum wird derzeit umfassend saniert und neu gestaltet. Währenddessen lagern zahlreiche Stücke der Sammlung im Depot Trivium in der Uferstadt. Genau dieser Bereich wird bei den Stadt(ver)führungen geöffnet.

Unter dem Titel „Holz oder Kunststoff: Eine Frage der Zeit?“ geht es anhand historischer Rundfunkgeräte und anderer Objekte darum, wie sich Gestaltung und verwendete Materialien verändert haben. Metall, Holz und Bakelit erzählen dabei auch etwas über Geschmack und Lebensgefühl ihrer jeweiligen Epoche.

Termin: Samstag, 19. September, 14.15 Uhr und 15.30 Uhr
Treffpunkt: Parkplatz vor dem Rundfunkmuseum, Kurgartenstraße 37a
Ziel: Depot Trivium in der Uferstadt
Dauer: 45 Minuten
Zusätzliches Anmeldeticket: erforderlich

3. Zwischen Kostümen und Requisiten im Fundus des Stadttheaters

Was auf der Bühne nur wenige Minuten zu sehen ist, muss irgendwo gelagert, gepflegt und für die nächste Produktion vorbereitet werden. In einer Außenstelle des Stadttheaters Fürth in der Uferstadt befinden sich Requisiten, Bühnenbildteile und Kostüme.

Werkstattleiter Andreas Braun und Theaterpädagoge Johannes Beissel führen durch den Fundus und zeigen einen Bereich des Theaterbetriebs, den das Publikum normalerweise nicht zu Gesicht bekommt.

Termin: Samstag, 19. September, 14 Uhr und 15.30 Uhr
Treffpunkt: Doktor-Mack-Straße 91
Dauer: 60 Minuten
Zusätzliches Anmeldeticket: erforderlich

4. Industrielle Röntgentechnik bei Fraunhofer

Röntgentechnik kommt längst nicht nur in der Medizin zum Einsatz. Im Fraunhofer-Entwicklungszentrum Röntgentechnik in Fürth wird sie genutzt, um Industrie- und Kulturgüter zu untersuchen.

Bei einem Rundgang erhalten die Teilnehmer Einblicke in industrielle Prüftechnik. Einsatzgebiete reichen laut Programm von Landwirtschaft und Automobilbau über die Luft- und Raumfahrt bis zu Untersuchungen für Museen. Damit öffnet sich bei den Stadt(ver)führungen ein Forschungsbereich, mit dem viele im Alltag kaum in Berührung kommen.

Termin: Samstag, 19. September, 15 Uhr
Treffpunkt: Flugplatzstraße 75
Dauer: 60 Minuten

5. Bis in den Tempel der Fürther Freimaurer

Von außen ist das Gebäude in der Dambacher Straße vielen bekannt. Was sich darin verbirgt, bleibt dagegen meist Mitgliedern und Gästen der Loge vorbehalten. Bei den Stadt(ver)führungen öffnet die Freimaurerloge „Zur Wahrheit und Freundschaft“ ihr Logenhaus.

Der Rundgang führt von der historischen Fassade bis in den sogenannten Tempel der Freimaurer. Dabei soll auch erläutert werden, wie eine Loge arbeitet und welche Geschichte hinter der Freimaurerei steht.

Termin: Sonntag, 20. September, jeweils um 11, 12, 13, 14, 15, 16 und 17 Uhr
Treffpunkt: Dambacher Straße 11
Dauer: 60 Minuten

6. Sonnenaufgang auf dem Turm von St. Michael

Für diesen Programmpunkt muss der Tag ungewöhnlich früh beginnen. Bereits um 6.30 Uhr führt der Weg auf den Kirchturm von St. Michael.

Oben wartet bei geeignetem Wetter der Sonnenaufgang mit Blick über Fürth und Nürnberg. Nach dem Abstieg ist laut Programm Kaffee vorgesehen. Gerade die frühe Uhrzeit macht aus der klassischen Turmbesteigung einen ungewöhnlichen Blick auf die Stadt.

Termin: Samstag, 19. September, 6.30 Uhr
Treffpunkt: Kircheneingang St. Michael, Kirchenplatz 4
Dauer: 60 Minuten

7. Hinter den Kulissen der Comödie

Im Zuschauerraum der Comödie waren schon viele Fürther. Wie der Theaterbetrieb abseits der Bühne funktioniert, bleibt dem Publikum dagegen weitgehend verborgen.

Die kaufmännische Direktorin Eva Brütting gibt bei einer einstündigen Führung Einblicke hinter die Kulissen. Dabei geht es laut Programm auch um die Geschichte des Hauses sowie um Volker Heißmann und Martin Rassau.

Termin: Freitag, 18. September, 16 Uhr
Treffpunkt: Foyer der Comödie, Comödien-Platz 1
Dauer: 60 Minuten

8. Wie kommt der Film im Cineplex auf die Leinwand?

Ticket kaufen, Platz suchen, Licht aus: Für Kinobesucher beginnt der Film normalerweise ohne Gedanken darüber, was wenige Meter entfernt technisch passiert. Das Cineplex Fürth macht bei den Stadt(ver)führungen genau diesen Bereich zum Thema.

Die Führung blickt hinter die Kulissen des Kinos und beschäftigt sich unter anderem damit, wie ein Projektor funktioniert, wie der Film auf die Leinwand gelangt und wie sich die Kinotechnik im Laufe der Zeit verändert hat.

Termin: Freitag, 18. September, 10, 12 und 14 Uhr
Treffpunkt: Cineplex Fürth, Gebhardtstraße 8
Dauer: 45 Minuten
Zusätzliches Anmeldeticket: erforderlich

9. Ein verborgenes Atelier im Souterrain

An der Vacher Straße öffnet die Fürther Künstlerin Barbara Engelhard ihr Atelier für einen seltenen Blick hinter die Kulissen. Der Arbeitsraum befindet sich im Souterrain und ist normalerweise nicht öffentlich zugänglich.

Die halbstündige Führung trägt den Titel „Open Windows – ein verborgener Einblick“. Im Mittelpunkt stehen der Arbeitsplatz der Künstlerin und die Entstehung ihrer Arbeiten.

Termin: Freitag, 18. September, 16 Uhr und 17.30 Uhr
Treffpunkt: Vacher Straße 36a
Dauer: 30 Minuten

10. Künstliche Nieren im DialyseMuseum

Auch das KfH-DialyseMuseum in der Robert-Koch-Straße gehört zu den ungewöhnlicheren Museumsorten Fürths. Bei den Stadt(ver)führungen geht es dort um die Entwicklung der künstlichen Niere von ihren Anfängen bis in die Gegenwart.

Museumsmitarbeiter erklären anhand von Kurzfilmen, Originalen, Nachbauten und Ausstellungsstücken, wie Dialyse funktioniert und wie sich die Behandlung im Laufe der Zeit entwickelt hat.

Termine: Freitag, 18. September, 17 Uhr; Samstag und Sonntag, 19. und 20. September, jeweils 15 und 17 Uhr
Treffpunkt: Seiteneingang links, 2. Obergeschoss, Robert-Koch-Straße 41
Dauer: 90 Minuten

Türmchen gilt als Eintrittskarte

Für den Besuch der Stadt(ver)führungen wird grundsätzlich das sogenannte Türmchen benötigt. Es gilt als Eintrittskarte für die Veranstaltungen des Wochenendes. Im Vorverkauf kostet es zehn Euro, am Veranstaltungswochenende zwölf Euro.

Bei einzelnen Angeboten reicht das Türmchen allerdings nicht aus. Ist die Teilnehmerzahl begrenzt, wird zusätzlich ein kostenloses Anmeldeticket benötigt. Im offiziellen Programm sind diese Veranstaltungen entsprechend gekennzeichnet.

Die Stadt(ver)führungen finden von Freitag bis Sonntag, 18. bis 20. September, in Fürth und Nürnberg statt. Das Jahresmotto lautet „Zeitfenster“. Von den knapp 570 Programmpunkten in beiden Städten entfallen 105 auf Fürth.

In Fürth selbst gibt es zwei offizielle Vorverkaufsstellen:

  • Tourist-Information Fürth, Bahnhofplatz 9
  • Franken Ticket, Schwabacher Straße 15

Außerdem kann man das Türmchen online im Webshop der Kultur Information bestellen. Dort kostet es ebenfalls 10 Euro, allerdings kommen 3 Euro Versandkosten hinzu. Online-Bestellungen sind 2026 bis Freitag, 11. September, möglich. Wichtig: Der Code, mit dem später gegebenenfalls die kostenlosen Anmeldetickets für teilnehmerbegrenzte Führungen gebucht werden können, wird mit dem Türmchen per Post zugeschickt.

Es gibt weitere Vorverkaufsstellen unter anderem in Nürnberg, Zirndorf, Erlangen, Hersbruck, Lauf und Schwabach. Im Landkreis Fürth zählt die Tourist Information Zirndorf am Marktplatz 1 zu den Verkaufsstellen.

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