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Erst Wespen, dann Technikdefekt: Was hinter den Vodafone-Störungen in Fürth steckt

2. September 2026, 09:58 Uhr
Störungen im Vodafone-Kabelnetz betrafen in diesem Jahr mehrere Bereiche Fürths. (Foto: Symbolbild/KI)Störungen im Vodafone-Kabelnetz betrafen in diesem Jahr mehrere Bereiche Fürths. (Foto: Symbolbild/KI)

Ein Wespenschwarm in Poppenreuth, ein technischer Defekt in der Südstadt und bereits zu Jahresbeginn Probleme am Heuweg: In diesem Jahr ist es in mehreren Bereichen Fürths zu Störungen im Vodafone-Kabelnetz gekommen. Der Anbieter sieht darin allerdings keinen Hinweis auf grundsätzliche Probleme mit seiner Infrastruktur. Das Netz befinde sich in einem «sehr guten technischen Zustand», teilte Vodafone auf Anfrage von Fürth Aktuell mit.

Besonders lange dauerte die jüngste Störung in der Fürther Südstadt. Vom 24. August bis zum 1. September um 14.30 Uhr kam es dort laut Vodafone zu Einschränkungen bei Fernsehen, Internet und Telefon. Potenziell 242 Haushalte waren betroffen.

Als Ursache nennt das Unternehmen einen technischen Defekt an einem sogenannten Hausübergabepunkt. Dabei handelt es sich vereinfacht gesagt um die Stelle, an der das Kabelnetz des Anbieters in ein Gebäude beziehungsweise eine Hausanlage übergeht.

Mit der zuvor bekannt gewordenen Störung in Poppenreuth habe der Ausfall in der Südstadt nichts zu tun, erklärt Vodafone. Die Ursache dort war ungewöhnlich: «In Poppenreuth hatte es sich ein Wespenschwarm in einem Netzübergabepunkt unseres Kabelnetzes gemütlich gemacht», schreibt das Unternehmen.

Es waren allerdings nicht die ersten größeren Probleme im Fürther Kabelnetz in diesem Jahr. Bereits Anfang 2026 kam es laut Unternehmen am Heuweg zu einer Störung. Rund 240 Kunden waren damals von einer TV-Bildstörung betroffen.

Einen besonderen Sanierungsbedarf im Fürther Kabelnetz sieht Vodafone nach eigenen Angaben nicht. Das Unternehmen bezeichnet den technischen Zustand als grundsätzlich sehr gut.

Nach der Übernahme des ehemaligen Kabel-Deutschland-Netzes sei die Infrastruktur in Fürth umfassend modernisiert und zu einem leistungsfähigen Glasfaser-Kabelnetz ausgebaut worden. Dabei habe Vodafone unter anderem den Übertragungsstandard DOCSIS 3.1 eingeführt und sogenannte Node-Splits vorgenommen.

Bei einem Node-Split wird ein größerer Versorgungsbereich in kleinere Netzsegmente unterteilt. Dadurch müssen sich weniger Anschlüsse die vorhandene Kapazität teilen. Gleichzeitig rückt der Glasfaseranteil des Netzes näher an die einzelnen Haushalte heran.

DOCSIS 3.1 ist ein Übertragungsstandard für Kabelnetze, über den hohe Datenraten möglich sind. Vodafone bietet darüber Anschlüsse mit Geschwindigkeiten von bis zu einem Gigabit pro Sekunde an.

Nach Angaben des Unternehmens werden die Kapazitäten auch weiterhin an den steigenden Bedarf angepasst.

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