Nagelpilz ist weit verbreitet, oft hartnäckig und verschwindet nur selten von selbst. Über Pilzinfektionen an Füßen und Nägeln informiert ein Vortrag am Mittwoch, 23. September, in den Räumen der BRK-Bereitschaft Stein.
Beginn ist um 18 Uhr in der Hauptstraße 69a. Referentin ist die Diplom-Oecotrophologin Jutta Lorenzen aus Sylt. Sie möchte bei der Veranstaltung über Ursachen, Behandlungsmöglichkeiten und Möglichkeiten zur Vorbeugung sprechen.
Nagelpilz wird in den meisten Fällen durch Hautpilze verursacht. Typische Anzeichen sind weißliche, gelbliche oder bräunliche Verfärbungen. Betroffene Nägel können sich verdicken, brüchig werden oder sich verformen. Häufig tritt Nagelpilz gemeinsam mit Fußpilz auf. Nach Informationen des Bundesgesundheitsportals gesund.bund.de sind schätzungsweise drei bis zwölf Prozent der Bevölkerung betroffen.
Eine sichere Diagnose ist nicht immer allein anhand des Aussehens möglich. Auch andere Erkrankungen können Veränderungen am Nagel hervorrufen. Bei einem entsprechenden Verdacht kann deshalb eine Probe untersucht werden. Die Behandlung hängt unter anderem davon ab, wie stark der Nagel betroffen ist. Bei leichterem Befall kommen beispielsweise antimykotische Nagellacke infrage. Bei ausgeprägterem Nagelpilz können auch verschreibungspflichtige Tabletten eingesetzt werden.
Lorenzen stellt bei ihrem Vortrag zudem ein von ihrem Unternehmen angebotenes Pflegekonzept vor, das auf Produkten mit Inhaltsstoffen vom Toten Meer und einer speziellen Bearbeitung der Nägel beruht. Die Veranstalterin beschreibt das Verfahren als Möglichkeit zur begleitenden Pflege bei Fuß- und Nagelpilz. Die Wirksamkeit dieses konkreten Verfahrens ist in den herangezogenen unabhängigen medizinischen Informationen allerdings nicht als etablierte Standardtherapie aufgeführt. Als wissenschaftlich untersuchte Behandlungsmöglichkeiten werden dort vor allem antimykotische Lacke, Cremes und bei entsprechendem Befund Tabletten genannt.
Darüber hinaus soll es um praktische Maßnahmen zur Vorbeugung gehen. Dazu gehört unter anderem, die Füße trocken zu halten, zu enges Schuhwerk zu vermeiden und in Schwimmbädern sowie Gemeinschaftsduschen Badeschuhe zu tragen.
Im Anschluss an den Vortrag besteht Gelegenheit für Fragen. Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung unter Telefon 0171 4885745 wird empfohlen, nach Angaben der Veranstalterin ist aber auch ein Besuch ohne vorherige Anmeldung möglich.

