In Zirndorf wollen sieben Parteien und Gruppierungen künftig bei Projekten für die Stadt zusammenarbeiten. Mitglieder von CSU, Freien Wählern, Grünen, Linken, SPD, Volt und der Zirndorfer Bürgergemeinschaft (ZBG) haben dafür einen «Runden Parteien-Tisch» gegründet. Die Gruppe trifft sich nach eigenen Angaben seit rund vier Monaten regelmäßig. Als erstes gemeinsames Vorhaben unterstützt sie den Garagenflohmarkt, der Anfang Oktober in Zirndorf stattfindet.
Angestoßen wurde die Zusammenarbeit von Volt-Mitglied Liam Flohry. Nach der Kommunalwahl habe Flohry die Parteien kontaktiert, Gespräche geführt und zu einem gemeinsamen Treffen eingeladen. Zunächst seien die Reaktionen teilweise zurückhaltend gewesen. Beim ersten Treffen im Zirndorfer Lokal Eiffelturm sei dann aber deutlich geworden, dass es trotz unterschiedlicher politischer Positionen Themen gebe, bei denen eine Zusammenarbeit möglich sei.
«Schon vor dem Wahlkampf hat mich beschäftigt, warum wir uns als demokratische Parteien so schwer damit tun, gemeinsam etwas anzupacken. Wir leben in derselben Stadt und wollen hier etwas bewegen. Deshalb wollte ich alle an einen Tisch bringen», sagt Flohry. Die Moderation des ersten Treffens übernahm Christina Flohry. Nach Angaben der Initiative ist sie selbst nicht politisch an der Runde beteiligt.
Inzwischen sei auch der persönliche Kontakt zwischen den Beteiligten gewachsen. «Wenn man sich persönlich kennenlernt, fällt es leichter, aufeinander zuzugehen. Daraus entstehen kurze Wege, gegenseitige Unterstützung und Projekte, die wir zusammen weiterbringen können», erklärt Sandra Hauber von der SPD. Elke Eder von den Freien Wählern begrüßt ebenfalls die inzwischen regelmäßigen Treffen.

