Langsame Fahrten, Verspätungen und kurzfristige Zugausfälle sorgen derzeit auf der Rangaubahn zwischen Cadolzburg und Fürth für Probleme. Die Deutsche Bahn bestätigt auf Anfrage von Fürth Aktuell, dass hitzebedingte Schäden an der Strecke die Ursache sind. Wann die Einschränkungen vollständig beseitigt werden können, steht noch nicht genau fest.
Ein Fahrgast, der regelmäßig zwischen Cadolzburg und Fürth unterwegs ist, schilderte Fürth Aktuell am Dienstag erneut erhebliche Beeinträchtigungen. Zwischen Cadolzburg und Weiherhof seien die Züge teilweise nur sehr langsam vorangekommen. Er beschrieb die Fahrt mit einem Stop-and-go-Verkehr wie auf einer Autobahn.
Die Verzögerungen wirkten sich nach seiner Beobachtung anschließend auf den weiteren Fahrtverlauf aus. In Zirndorf hätten Fahrgäste teilweise zwölf bis 15 Minuten warten müssen, bis ein verspäteter Zug aus Cadolzburg eingetroffen sei. Zudem komme es immer wieder zu Ausfällen. Nach seiner Wahrnehmung falle zeitweise jeder zweite oder dritte Zug aus.
Die Deutsche Bahn bestätigt zumindest die grundsätzliche Ursache der Probleme. «Aktuell können auf der Strecke zwischen Fürth und Cadolzburg Züge nur mit verminderter Geschwindigkeit rollen», teilte eine Sprecherin der Bahn auf Anfrage von Fürth Aktuell mit.
Grund seien Schäden infolge der hohen Temperaturen der vergangenen Wochen. Die Hitze habe auch die Bahntechnik und die Infrastruktur stark belastet. Die Bahn vergleicht die Auswirkungen mit aufweichendem Straßenasphalt oder anderen hitzebedingten Schäden an Infrastruktur.
Wie lange die Geschwindigkeitsbeschränkungen bereits bestehen und welche Streckenabschnitte konkret betroffen sind, teilte das Unternehmen nicht mit. Auch Angaben dazu, wie stark die Geschwindigkeit reduziert werden musste und wie viele Züge aufgrund der Einschränkungen ausgefallen sind, machte die Bahn nicht.
Fest steht allerdings, dass sich die verlängerte Fahrzeit nicht nur auf einzelne Züge auswirkt. «Die aktuelle Fahrzeitverlängerung auf der Strecke wirkt sich auf den gesamten betrieblichen Ablauf aus», erklärte die Bahnsprecherin. Kurzfristige Ausfälle oder Änderungen ließen sich deshalb nicht vollständig ausschließen.
Auf der eingleisigen Rangaubahn können Verspätungen besonders schnell Auswirkungen auf nachfolgende Verbindungen haben, weil Zugbegegnungen und Fahrplanabläufe voneinander abhängig sind.
Die Reparatur ist nach Angaben der Bahn bereits in Vorbereitung. Für die Arbeiten seien jedoch sowohl Kapazitäten der ausführenden Firmen als auch geeignete Gleisbaumaschinen erforderlich. «Nach aktuellem Stand sollen die Arbeiten im Spätsommer bzw. Herbst stattfinden können», teilte das Unternehmen mit.
Auf die Frage von Fürth Aktuell, weshalb bei länger andauernden Einschränkungen kein zusätzlicher Schienenersatzverkehr eingerichtet wird, ging die Bahn in ihrer Antwort nicht ein.
Die Deutsche Bahn entschuldigte sich bei den Betroffenen für die Einschränkungen.

