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Neue Wildbienen-Hotels auf dem Alten Friedhof in Stein: Mehr Lebensraum für Insekten

16. September 2026, 11:31 Uhr ,
Unter anderem freuten sich Pfarrer Ralph Baudisch (4.v.l.) und Steins Erster Bürgermeister Bertram Höfer (4.v.r.) über die großzügige Spende von Günter Pfann (5.v.r.) Foto: Martin-Luther- Gemeinde SteinUnter anderem freuten sich Pfarrer Ralph Baudisch (4.v.l.) und Steins Erster Bürgermeister Bertram Höfer (4.v.r.) über die großzügige Spende von Günter Pfann (5.v.r.) Foto: Martin-Luther- Gemeinde Stein

Auf dem Alten Friedhof in Stein stehen seit Anfang September zwei neue Wildbienen-Hotels. Sie wurden in einer sonnigen Ecke in Richtung Mecklenburger Platz aufgestellt und durch eine Spende der Dr.-Günter-Pfann-Stiftung ermöglicht. Der Friedhof soll damit neben seiner Funktion als Ort des Gedenkens auch stärker als Lebensraum für Tiere und Pflanzen wahrgenommen werden.

Die Nisthilfen richten sich an jene Wildbienenarten, die ihre Brutzellen in vorhandenen Hohlräumen anlegen. Wildbienen sind nicht mit Honigbienen gleichzusetzen: Die meisten Arten leben allein und stellen jeweils eigene Nester für ihren Nachwuchs her. Ein Insektenhotel kann allerdings nur einen Teil der heimischen Wildbienen unterstützen, denn viele Arten nisten im Boden oder benötigen andere spezielle Strukturen.

Entscheidend für den Nutzen der neuen Anlagen ist daher auch das Nahrungsangebot in der Umgebung. Nach Angaben der Stadt wurde zusätzlich ein großer Sack Wildblumenwiesensamen gespendet. Die geplante Blühfläche soll Pollen und Nektar für Wildbienen sowie weitere Insekten bereitstellen.

Schautafeln an den Wildbienen-Hotels erläutern, was in den Niströhren geschieht und weshalb naturnah gestaltete Grünflächen für Insekten wichtig sind. Sie sollen den Zusammenhang zwischen Nistplätzen und einem ausreichenden Angebot an Blühpflanzen vermitteln. Die Stadt verweist dabei auf die Möglichkeit, auch Gärten und andere Grünflächen insektenfreundlicher zu gestalten.

Bei der Einweihung dankte Steins Erster Bürgermeister Bertram Höfer dem Spender Günter Pfann. «Der Alte Friedhof ist nicht nur ein Ort der Erinnerung und Ruhe, sondern kann zugleich wertvollen Lebensraum für Tiere und Pflanzen bieten», erklärte Höfer laut Pressemitteilung. Auch Pfarrer Ralph Baudisch von der Martin-Luther-Gemeinde Stein sieht in dem Projekt eine Verbindung zwischen der Friedhofsfunktion und dem Schutz der Artenvielfalt.

Für den Herbst kündigt die Stadt weitere Maßnahmen auf dem Alten Friedhof an. Zusätzliche Vogel-Nistkästen sollen aufgehängt und eine Käferwiege angelegt werden. Mit diesen Schritten soll das Gelände nach und nach mehr unterschiedliche Strukturen für heimische Tierarten bieten.

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