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133 Bücher in acht Wochen: Steiner Leseclub kürt seine fleißigsten Leser

29. September 2026, 11:41 Uhr ,
Bei der Abschlussfeier des Sommerferien-Leseclubs der Stadtbücherei Stein wurden besonders fleißige und kreative Teilnehmer ausgezeichnet. (Foto: Stadt Stein)Bei der Abschlussfeier des Sommerferien-Leseclubs der Stadtbücherei Stein wurden besonders fleißige und kreative Teilnehmer ausgezeichnet. (Foto: Stadt Stein)

Manche Kinder lesen in den Sommerferien drei Bücher, andere zehn. Stella Sagebaum kam in diesem Jahr auf 133. Beim Sommerferien-Leseclub der Stadtbücherei Stein entwickelten sich die acht Ferienwochen für einige Teilnehmer zu einem regelrechten Lesemarathon. Insgesamt kamen 138 Kinder und Jugendliche auf 2.139 ausgeliehene und bewertete Bücher.

Zum Abschluss trafen sich die Teilnehmer am 23. September zur Preisverleihung in der Alten Kirche. Hinter ihnen lagen acht Wochen, in denen Lesen, Bewerten und kreative Aufgaben miteinander verbunden wurden. Der Club lief vom 27. Juli bis zum 18. September und richtete sich an Schüler der ersten bis achten Klasse. 254 neue Bücher hatte die Stadtbücherei dafür angeschafft und zunächst eigens für den Leseclub reserviert.

Den größten Anteil machten die jüngeren Teilnehmer aus. 113 Kinder der ersten bis vierten Klasse gehörten zum Leseclub Junior. Sie bewerteten zusammen 1.691 Bücher. Im Teenie-Club für die fünfte bis achte Klasse machten 25 Kinder und Jugendliche mit, die auf weitere 448 Titel kamen.

Wie unterschiedlich intensiv die Ferien zum Lesen genutzt wurden, zeigte sich bei der Preisverleihung. Stella Sagebaum erreichte im Junior-Club mit 133 Büchern den höchsten Wert. Malik Dornisch folgte mit 114. Ronja Zismer las und bewertete 59 Bücher, Natalie Lootz 57, Emilia Huber 52 und Lotta Andritzky 47. Im Teenie-Club kam Raneem Jaraba auf 100 Bücher. Mia Ehrmann erreichte 45, Sophia Moritz 42.

Entscheidend war dabei nicht allein die Menge. Wer mindestens drei Bücher gelesen hatte, bekam eine Urkunde. Darüber hinaus sollten mehrere Challenges dazu anregen, sich über die eigentliche Lektüre hinaus mit Geschichten und Gestaltung zu beschäftigen. Die Teilnehmer konnten ein mindestens vierzeiliges Gedicht schreiben, aus Naturmaterialien ein Motiv legen und fotografieren oder gezielt ein Buch auswählen, dessen Cover grün gestaltet war. 35 Kinder und Jugendliche erfüllten alle drei Aufgaben.

Bei der Abschlussfeier wurden deshalb auch besonders kreative Arbeiten prämiert. Die Bandbreite reichte von einem Wolkenbild und einem bemalten Stein über ein Modebuch und ein Regenbogenmännchen bis zu einem Theaterprojekt und einer aus Papier gestalteten Schreibmaschine. Weitere Preise gab es für ein Story Book sowie besonders ausführlich und sorgfältig geführte Journale.

Büchereileiterin Andrea Trommer hob hervor, wie unterschiedlich die Ideen ausfielen. «Ob selbst geschriebene Texte, gebastelte Kunstwerke oder liebevoll gestaltete Journale – überall steckt viel Fantasie und persönlicher Einsatz darin», sagte sie. Genau diese Verbindung mache den Sommerferien-Leseclub aus.

Auch Erster Bürgermeister Bertram Höfer verwies auf die hohe Beteiligung. Es mache Freude zu sehen, «wie viele Kinder und Jugendliche sich für Bücher begeistern und mit wie viel Eifer sie gelesen haben». Der Club biete die Möglichkeit, während der Ferien neue Geschichten zu entdecken und zugleich die Freude am Lesen zu fördern.

Für die Steiner Stadtbücherei ist der Ferienclub keine Einzelaktion. Leseförderung und Angebote für Kinder gehören regelmäßig zum Programm. Die Bücherei befindet sich seit 1994 in der Mühlstraße und verfügt über rund 20.000 Medien. Zum Programm gehören neben dem Sommerferien-Leseclub unter anderem Vorlesestunden, Büchereinführungen und weitere Aktionen für Kinder.

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