Wenn sich am Sonntag, 11. Oktober, der große Erntedankfestzug durch Fürth bewegt, wird die Innenstadt für mehrere Stunden auch verkehrlich zum Ausnahmegebiet. Straßen werden gesperrt, entlang der Zugstrecke gelten bereits ab Mitternacht Halteverbote, mehrere Parkhäuser sind zeitweise nicht oder nur eingeschränkt erreichbar. Auch zahlreiche Buslinien fahren teilweise auf anderen Strecken. Die Einschränkungen reichen zum Teil bis in den Abend.
Der Erntedankfestzug beginnt um 11 Uhr in der Herrnstraße und zieht von der Südstadt in Richtung Altstadt. Die Strecke führt unter anderem über die Schwabacher Straße, Maxstraße, Friedrichstraße und die Fußgängerzone zur Königstraße. Neu ist in diesem Jahr der weitere Verlauf über den Marktplatz, den «Grünen Markt» und die Heiligenstraße bis zur Kapellenstraße. Dort wird der Zug aufgelöst. Gerade in diesem Bereich muss anschließend in beiden Fahrtrichtungen mit erheblichen Behinderungen gerechnet werden.
Der Festzug zählt zu den Höhepunkten der Michaelis-Kirchweih. Rund 90 Spielmannszüge, Kapellen und weitere Gruppen sollen teilnehmen. Geschmückte Wagen, Musik und Tracht prägen traditionell das Bild. Die Stadt rechnet mit rund 100.000 Menschen entlang der Strecke. Das Bayerische Fernsehen überträgt den Festzug von 12 bis 14 Uhr live.
Für Autofahrer werden vor allem Innenstadt und Südstadt relevant. Zwischen 8 und etwa 15 Uhr sind dort Verkehrssperren vorgesehen. In der Herrnstraße, Schwabacher Straße, Maxstraße, Friedrichstraße, Königstraße sowie am Marktplatz und in der Heiligenstraße gelten Halteverbote bereits ab 0 Uhr. Fahrzeuge, die dort trotz Verbots stehen, können abgeschleppt werden. Polizei, Feuerwehr und Technisches Hilfswerk sichern den Festzug und regeln den Verkehr.
Auch mehrere Parkhäuser sind betroffen. Das Parkhaus City Contipark Flair an der Königstraße sowie Park One an der Friedrichstraße bleiben von 9 bis 14.30 Uhr gesperrt. Das Parkhaus am Hornschuch-Center ist zwischen 9 und 14 Uhr nur über Nürnberger Straße, Luisenstraße und Gebhardtstraße erreichbar. Zum APCOA-Parkhaus in der Mathildenstraße führt der Weg zwischen 8 und 14.30 Uhr ausschließlich über Maxbrücke und Uferstraße.
Deutlich länger wirken sich die Veränderungen auf den öffentlichen Nahverkehr aus. Weil am Busbahnhof Rathaus eine Zuschauertribüne steht, können Busse diesen Bereich nicht durchfahren. Nach der aktuellen Fahrgastinformation der infra sind die Linien 33, 39, 67, 172, 173, 174, 175, 177, 178 und 179 betroffen.
In der Südstadt werden insbesondere die Linien 177, 178 und 179 umgeleitet. Sie erreichen den Hauptbahnhof über andere Strecken. Zwischen Jakobinenstraße und Hauptbahnhof werden dabei zeitweise keine Haltestellen bedient. Für Fahrgäste der Linien 173 und 174 sind am frühen Morgen noch einzelne reguläre Fahrten zwischen Hauptbahnhof und Jakobinenstraße vorgesehen. Eine Ersatzhaltestelle «Ritterstraße» wird im Bereich Waldstraße/Herrnstraße eingerichtet.
Auch im Norden und Westen der Stadt ändern sich die Wege. Mehrere Linien fahren von der Poppenreuther Straße über Ludwigbrücke und Kapellenstraße zur Billinganlage. Die Linie 172 aus Burgfarrnbach endet bereits an der Ersatzhaltestelle Kulturforum in der Kapellenstraße. Dort besteht eine Umsteigemöglichkeit zur U-Bahn in Richtung Hauptbahnhof. Die Linie 33 fährt über die Billinganlage weiter in Richtung Klinikum West und Breslauer Straße.
Da sich die Verkehrslage nach dem Ende des Festzuges erst nach und nach normalisiert, können Umleitungen und Verzögerungen über die eigentlichen Sperrzeiten hinaus bestehen bleiben. Die infra weist darauf hin, dass kurzfristige Änderungen möglich sind. Nach aktuellem Stand sollen die letzten größeren Umleitungen im Nord- und Weststadtbereich zwischen etwa 18.30 und 19.30 Uhr enden.

