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Fürth startet neues Klima-Dashboard: So steht es um die Klimaziele

4. November 2026, 13:38 Uhr
Das neue ClimateView-Dashboard der Stadt Fürth zeigt den Stand von Emissionen und Klimaschutzmaßnahmen. (Foto: Symbolbild)Das neue ClimateView-Dashboard der Stadt Fürth zeigt den Stand von Emissionen und Klimaschutzmaßnahmen. (Foto: Symbolbild)

Fürth will bis 2040 klimaneutral werden. Wie weit die Stadt auf diesem Weg tatsächlich gekommen ist, lässt sich ab sofort auf einer neuen Internetplattform nachvollziehen. Seit Mittwoch stellt die Stadtverwaltung Informationen über den Ausstoß von Treibhausgasen, geplante Einsparungen und den Stand ihrer Klimaschutzmaßnahmen öffentlich zur Verfügung. Das Angebot soll sichtbar machen, welche Fortschritte erreicht wurden und wo weiterhin Handlungsbedarf besteht.

Grundlage ist das sogenannte ClimateView-Dashboard. Die digitale Plattform verknüpft Daten über den bisherigen Treibhausgasausstoß mit Berechnungen zur künftigen Entwicklung. Hinzu kommen Informationen über Maßnahmen aus dem städtischen Klimaschutzkonzept. Auch die kommunale Wärmeplanung, der Mobilitätsplan 2035+ und die Stadtklimaanalyse fließen in die Darstellung ein.

Wie groß die Aufgabe ist, zeigen Zahlen aus dem Frühjahr 2026. Zwischen 2018 und 2023 sank der jährliche Treibhausgasausstoß im Stadtgebiet um rund 14,7 Prozent. Pro Einwohner betrug der Rückgang 17,5 Prozent. Die bisherigen Einsparungen reichen allerdings noch nicht aus, um den angestrebten Klimazielen auf einem gleichmäßigen Entwicklungspfad näherzukommen.

Bei einer rein linearen Fortschreibung der bisherigen Entwicklung ergäbe sich bis 2030 eine Verringerung der gesamten Emissionen um rund 26 Prozent gegenüber 2018. Im Klimaschutzkonzept ist für 2030 hingegen eine Reduzierung um 70 Prozent vorgesehen. Die Stadt weist darauf hin, dass größere Veränderungen, etwa beim Ausbau klimafreundlicher Wärmeversorgung, nicht gleichmäßig erfolgen. Ihre Wirkung lasse sich derzeit noch nicht zuverlässig vorhersagen.

Auch die Umsetzung der beschlossenen Maßnahmen ist ein langfristiger Prozess. Das Fürther Klimaschutzkonzept umfasst 85 Vorhaben. Nach einer Bestandsaufnahme aus dem Jahr 2026 waren rund acht Prozent abgeschlossen. Etwa zwei Prozent galten aufgrund veränderter Rahmenbedingungen als nicht mehr umsetzbar. Zahlreiche weitere Maßnahmen befinden sich in der Umsetzung oder sind als dauerhafte Aufgaben angelegt.

Das neue Dashboard soll diese Entwicklungen künftig übersichtlicher darstellen. Die Software wird seit 2024 innerhalb der Stadtverwaltung eingeführt und mit kommunalen Daten ergänzt. Dabei werden nicht nur bereits erfasste Emissionen berücksichtigt. Das System berechnet auch, welchen Beitrag einzelne Veränderungen, beispielsweise der Austausch fossiler Heizungen, zur Verringerung des Treibhausgasausstoßes leisten könnten.

Umweltreferent Mathias Kreitinger sieht darin einen wichtigen Schritt zu mehr Transparenz. «Klimaschutz bedeutet nicht nur, ambitionierte Ziele zu formulieren, sondern auch deren Umsetzung konsequent zu verfolgen und offen darzustellen», erklärte Kreitinger zum Start der Plattform.

Die Stadt will das Angebot regelmäßig um aktuelle Treibhausgasbilanzen und weitere Informationen ergänzen. Parallel dazu wird das Klimaschutzkonzept von 2021 überarbeitet. Die Fortschreibung soll voraussichtlich bis Ende 2028 abgeschlossen sein.

Die Plattform ist unter www.fuerth.de/klimaschutzkonzept erreichbar.

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