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Fürth macht mit Aktionsreihe auf Gewalt gegen Frauen und Hilfsangebote aufmerksam

5. November 2026, 13:14 Uhr ,
Rote Bänke stehen als Zeichen gegen Gewalt an Frauen (Foto: Symbolbild/KI)Rote Bänke stehen als Zeichen gegen Gewalt an Frauen (Foto: Symbolbild/KI)

Bierdeckel in Kneipen, Hinweise in Bussen und Brottüten mit Kontaktadressen sollen in Fürth auf Gewalt gegen Frauen aufmerksam machen. Rund um den Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen am 25. November organisiert die Gleichstellungsstelle der Stadt gemeinsam mit der Kriminalpolizei, Beratungsstellen und Frauenverbänden eine Präventionsreihe. Auf dem Programm stehen unter anderem Theater, Kino, ein Vortrag und eine Demonstration.

Bereits ab Montag, 16. November, startet das Zentrum gegen Häusliche Gewalt eine Informationskampagne in der Gastronomie und in den Bussen der infra. Bierdeckel und Plakate sollen für das Thema sensibilisieren und auf Hilfsangebote aufmerksam machen.

Ab Samstag, 21. November, werden unter dem Motto «Stop Violence – Gewalt kommt mir nicht in die Tüte!» in Mittelfranken rund 500.000 Brottüten in Bäckereien verteilt. Hinzu kommen kleinere Tüten für Apotheken. Sie tragen Kontaktdaten von Anlaufstellen für Menschen, die von Gewalt betroffen oder bedroht sind. Ab Montag, 23. November, machen zudem Fahnen der Frauenrechtsorganisation Terre des Femmes vor dem Fürther Rathaus auf das Thema aufmerksam.

Auch dauerhaft ist die Kampagne im Stadtbild sichtbar: Acht rote Bänke weisen bereits auf Hilfsangebote hin. Sie wurden von Frauenverbänden und engagierten Einzelpersonen in Zusammenarbeit mit der Stadt ermöglicht. Die rote Farbe soll an Blut erinnern und ein Zeichen gegen Gewalt setzen.

Den Auftakt des Veranstaltungsprogramms bildet am Dienstag, 17. November, um 19.30 Uhr «Frauenpower im Improtheater» unter dem Motto «Gemeinsam stark gegen Gewalt». Das Frauennetz veranstaltet den Abend mit Brigitte Stenzhorn in der Diele des Babylon.

Am Donnerstag, 19. November, um 19.30 Uhr zeigen die Unabhängigen Frauen Fürth und die städtische Gleichstellungsstelle im Babylon-Kino den Film «Aufbruch – Prostitution überwinden».

Ein Onlinevortrag am Montag, 23. November, um 18 Uhr beschäftigt sich mit Opferschutz und vertraulicher Spurensicherung. Referentin ist Kriminalhauptkommissarin Annegret Steiger. Der Vortrag findet über Zoom statt. Der Zugangslink kann bei der Gleichstellungsstelle unter gst@fuerth.de angefordert werden.

Am Mittwoch, 25. November, dem Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen, informieren mehrere Einrichtungen von 12 bis 13.30 Uhr an einem gemeinsamen Stand in der Fußgängerzone in der Neuen Mitte. Beteiligt sind die Kriminalpolizei, die Gleichstellungsstelle, der Weiße Ring, das Zentrum gegen Häusliche Gewalt und das Amtsgericht Fürth. Im Mittelpunkt stehen Hilfsangebote und Unterstützungsmöglichkeiten für Betroffene.

Am selben Tag beginnt um 17 Uhr die Demonstration «Gemeinsam gegen Gewalt an Frauen». Treffpunkt ist der Dreiherrenbrunnen in der Fürther Fußgängerzone. Veranstalter sind die Unabhängigen Frauen Fürth und weitere Frauenverbände.

Den Abschluss der Veranstaltungsreihe bildet am Sonntag, 29. November, um 17.30 Uhr ein «Orange Dinner» des Clubs Soroptimist.

Unabhängig von den Veranstaltungen stehen Betroffenen verschiedene Beratungsangebote zur Verfügung. Das bundesweite Hilfetelefon «Gewalt gegen Frauen» ist unter 116 016 erreichbar.

In Fürth und der Region bieten unter anderem folgende Stellen Unterstützung:

– Zentrum gegen Häusliche Gewalt: 0911 729008 – Fachberatung Häusliche Gewalt: 0911 76625890 – Kriminalpolizei, Opferschutz: 0911 75905317 – Weißer Ring, Opferhilfe: 0151 55164622

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