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Fürth verleiht sieben Kulturpreise: Öffentliche Gala im Kulturforum

7. November 2026, 10:11 Uhr , , ,
Die Pianistin und Komponistin Béatrice Kahl gehört zu den vier Kulturpreisträgern der Stadt Fürth. (Foto: Christian Pöllmann)Die Pianistin und Komponistin Béatrice Kahl gehört zu den vier Kulturpreisträgern der Stadt Fürth. (Foto: Christian Pöllmann)

Vier Kulturpreise und drei Auszeichnungen für den künstlerischen Nachwuchs vergibt die Stadt Fürth bei einer öffentlichen Gala im Kulturforum. Der Festakt findet am Sonntag, 15. November 2026, um 18 Uhr im Kulturforum, Würzburger Straße 2, statt. Der Eintritt ist frei. Die Preisträger werden während des Abends Ausschnitte aus ihren Werken präsentieren; das Kulturamt rechnet mit einem Ende gegen 19.40 Uhr.

Die vier mit jeweils 4000 Euro dotierten Kulturpreise gehen an den Maler Jochen Pankrath, die Lyrikerin und Künstlerin Pauline Füg, das Satiremagazin «Der Postillon» sowie die Pianistin und Komponistin Béatrice Kahl. Damit würdigt die Stadt Arbeiten aus bildender Kunst, Literatur und Musik. Die kulturellen Preise werden alle zwei Jahre vergeben.

Béatrice Kahl verbindet mit ihrem Trio grooveorientierten Jazz mit Melodik sowie Einflüssen aus Pop und Soul. Die Pianistin, Komponistin und Arrangeurin arbeitet auch über Genregrenzen hinweg. Zu ihren musikalischen Partnern gehörten unter anderem Thomas Quasthoff, Nneka und Max Mutzke. Ihre Auftritte führen sie über die Region hinaus bis zu internationalen Festivals.

Jochen Pankrath beschäftigt sich in seiner Malerei wiederholt mit Figuren und Landschaften. Zugleich stellt er die Frage, wie viel Wahrheit in einem gemalten Bild steckt. Seine Arbeiten greifen den illusionistischen Charakter der Malerei auf und verbinden das technische Können mit Humor und Doppeldeutigkeit.

Pauline Füg arbeitet an der Verbindung von Literatur, Performance und digitalen Technologien. Die Lyrikerin, Künstlerin und Psychologin ist in Fürths Literaturszene aktiv und tritt auch international auf. Sie war mit dem Goethe-Institut in Indien tätig und stand in diesem Jahr in der Hamburger Elbphilharmonie auf der Bühne. Nachwuchsautoren unterstützt sie durch Mentoring, Schreibworkshops und beim Next Generation Poetry Slam Nürnberg/Fürth.

«Der Postillon» hat seinen Sitz in Fürth. Das von Stefan Sichermann gegründete Satiremagazin greift aktuelle gesellschaftliche und politische Themen auf und parodiert dabei den nüchternen Stil von Nachrichten. Aus dem ursprünglichen Ein-Personen-Projekt ist ein bundesweit bekanntes Satireportal geworden.

Die mit jeweils 2000 Euro dotierten Leonhard- und Ida-Wolf-Preise erhalten die Klarinettistin und Komponistin Marit Stella Zimmermann, die Tänzerin und Choreografin Waki Inoh sowie die bildende Künstlerin Michelle Berndt. Diese Nachwuchsauszeichnungen gehen auf den Nachlass des Geschwisterpaares zurück.

Zimmermann ist Jungstudentin an der Hochschule für Musik Nürnberg und wurde sowohl bei «Jugend musiziert» als auch mit ihrer Komposition «_Anthrazit_» bei «Jugend komponiert» ausgezeichnet. Inoh entwickelt nach ihrer Bühnentanzausbildung in Nürnberg eigene Choreografien und war bereits zu mehreren Tanzfestivals eingeladen. Berndt studiert an der Nürnberger Kunstakademie und ist Meisterschülerin von Theresa Rothe. In ihren Arbeiten untersucht sie Alltägliches sowie ihre eigene Rolle als Künstlerin und Beobachterin.

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