Welche Folgen eine Pflegereform für die Versorgung zu Hause haben könnte, hat der CSU-Bundestagsabgeordnete Tobias Winkler bei Gesprächen in Cadolzburg und Fürth aufgegriffen. Im Mittelpunkt standen die Unterstützung von Angehörigen und mögliche Änderungen bei Pflegehilfsmitteln.
In Cadolzburg diskutierten nach Angaben von Winklers Wahlkreisbüro mehr als 100 Interessierte mit der Pflegebevollmächtigten der Bundesregierung, Katrin Staffler. Eingeladen hatten die Senioren-Union und die Frauen-Union Fürth-Land. Winkler sprach sich dafür aus, die Pflege in Familien zu stärken. Staffler beantwortete Fragen aus dem Publikum und nahm Anregungen für die weitere Arbeit in Berlin mit.
Die Bedeutung der häuslichen Versorgung zeigt auch die Pflegestatistik des Statistischen Bundesamts: Der weitaus größte Teil der Pflegebedürftigen wird zu Hause betreut. Das umfasst sowohl die Hilfe durch Angehörige als auch die Unterstützung durch ambulante Dienste.
Anschließend besuchte Winkler die IT-Labs GmbH in Fürth. Das Unternehmen entwickelt Software für die Hilfsmittelversorgung und betreibt vor Ort ein Lager. Dort werden Pflegehilfsmittel zusammengestellt und an die Empfänger nach Hause geliefert. Von dem Unternehmen werden monatlich mehr als 75.000 Versorgungen für über 130 Geschäftskunden abgewickelt.
Beim Rundgang und im Gespräch mit Geschäftsführer Güven Karakuzu ging es vor allem um geplante Änderungen beim pauschalen Anspruch auf Pflegehilfsmittel. Karakuzu erläuterte aus Unternehmenssicht, welche Anpassungen notwendig seien, um die Versorgung verlässlich zu halten und zugleich Missbrauch zu verhindern.
«Bei einer Pflegereform geht es nicht nur um Paragrafen und Milliardenbeträge. Entscheidend ist, was am Ende bei den Menschen zu Hause ankommt», sagte Winkler.
Karakuzu betonte: «Wir wollen die Reform nicht aufhalten, sondern dabei helfen, sie besser zu machen.» Pflegebedürftige und Angehörige benötigten eine unkomplizierte und zuverlässige Lieferung notwendiger Hilfsmittel. Winkler forderte außerdem ausreichend Zeit für die Unternehmen, um Änderungen in ihren Abläufen umzusetzen.

