Fürth wird ab dem 21. Januar erneut zur Bühne für zeitgenössischen Tanz: Im Projektraum kultur.lokal.fürth will die Tanzzentrale der Region Nürnberg bis 3. Februar Einblicke in ihre Arbeit geben. Geplant sind ein Künstlergespräch, Workshop- und Atelierformate sowie eine Performance. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung nach Angaben des Kulturamts nicht erforderlich.
Im Mittelpunkt stehen die Beteiligten des Austauschprojekts «4exchange+»: die Fürther Künstlerin Katharina Simon, die unter dem Namen CUTTY SHELLS arbeitet, sowie die Choreografin Rebecca Mary Narum aus Freiburg im Breisgau und der Tänzer Purnendra Meshram aus Indien. Im kultur.lokal.fürth sollen Bild- und Videomaterial aus Residenzen gezeigt werden. Ergänzend sind partizipative Angebote angekündigt, die sich an tanz- und bewegungsinteressierte Menschen richten. Vorkenntnisse seien nicht nötig, heißt es in der Mitteilung.
Als künstlerischer Schwerpunkt gilt die Performance «Unwritten Bodies – Seen and Unseen» von Narum und Meshram, die am Samstag, 24. Januar, um 19 Uhr gezeigt werden soll. Das Stück wird vom Kulturamt als «transkulturelles Tanzprojekt» beschrieben, das sich mit Körper, Identität und sozialer Prägung auseinandersetzt. Es entsteht demnach im Dialog der Künstler und verbindet Erfahrungen aus Indien, den USA und Deutschland. Die Aufführung sei für «ungewohnte Spielorte» konzipiert und binde das Publikum auf subtile Weise ein. Jede Vorstellung werde dadurch ein eigenständiges Kapitel.
Begleitend zur Performance sind mehrere Termine angekündigt: Am Mittwoch, 21. Januar, beginnt um 17.30 Uhr ein Künstlergespräch, in dem es um «Contact Improvisation» als choreografische Basis gehen soll. Am Donnerstag, 22. Januar, folgt um 18.30 Uhr ein 90-minütiger Workshop zu Contact Improvisation. Am Freitag, 23. Januar, ist ebenfalls um 18.30 Uhr ein «Offenes Atelier» geplant, das Einblicke in Arbeitsweise und Fragestellungen des Duos geben soll.
Zwei Info-Cafés der Tanzzentrale sind am Dienstag, 27. Januar, sowie am Donnerstag, 29. Januar, jeweils von 10.30 bis 13 Uhr angekündigt. Die Tanzzentrale der Region Nürnberg versteht sich als Arbeits- und Vernetzungsort für die freie Tanzszene in der Metropolregion. In ihren Räumen in der Kaiserstraße 177 in Fürth fänden Choreografen professionelle Probenbedingungen, Raum für Recherche sowie Austausch, heißt es.
Nach Angaben aus der Projektbeschreibung entwickeln aktuell acht «Producing Artists» pro Jahr rund zehn bis fünfzehn Produktionen, die nach regionalen Premieren national und international gezeigt würden. Das kultur.lokal.fürth ist ein Modellprojekt des Fürther Kulturamts, das Künstlern zeitweise Raum in der Innenstadt bietet. Ziel sei es, Sichtbarkeit zu schaffen und gleichzeitig die Innenstadt zu beleben. Unterstützt wird das Projekt durch das Evangelische Siedlungswerk in Bayern (ESW) und den Theaterverein Fürth.
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