Es ist fast schon ein Zauberwort, das derzeit durch die Energiebranche geistert: „Energy Sharing“. Dahinter verbirgt sich die Vision einer Energiewende, die nicht mehr an der eigenen Grundstücksgrenze endet. Bislang war die Sache meist klar: Wer ein sonniges Dach und das nötige Kleingeld hatte, installierte eine Solaranlage. Wer zur Miete wohnte oder dessen Haus im Schatten lag, blieb außen vor. Doch genau diese Barriere soll bald fallen.
Am Freitag, den 6. Februar 2026, wird in der Puschendorfer Eichwaldhalle ein Blick in diese nahe Zukunft geworfen. Der Anlass ist durchaus brisant, denn ein konkreter Gesetzesentwurf des Bundeswirtschaftsministeriums liegt bereits auf dem Tisch. Wenn alles nach Plan läuft, könnte das neue Modell bereits zum 1. Juni 2026 Realität werden.
Doch wie funktioniert das eigentlich, wenn man sich den Strom mit der Gemeinde oder dem lokalen Gewerbebetrieb teilt? Um Licht ins Dunkel der Paragrafen zu bringen, kommt Michael Vogtmann in die Rangaustube. Als Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie (DGS) Franken ist er in der Region kein Unbekannter und weiß, wo bei der Umsetzung die Tücken liegen.
Vogtmann wird an diesem Abend erklären, wie man das komplexe Thema praktisch anpackt. Denn die Theorie ist das eine. die Umsetzung innerhalb eines Verteilernetzgebietes das andere. Das Spannende am „Energy Sharing“ ist dabei die Vielfalt der Akteure: Es geht nicht mehr nur um den einzelnen Hausbesitzer. Mitmachen können Betreibergemeinschaften, die öffentliche Hand und auch der örtliche Mittelstand.
Viele Bürger treibt dabei eine Frage besonders um: Gilt das alles nur für neue High-Tech-Anlagen? Oder können auch die bestehende Solaranlage, das Windrad oder die Biomasseanlage in ein solches Sharing-Konzept eingebunden werden? Auch diesen Fragen wird Vogtmann nachgehen und aufzeigen, was der Gesetzesentwurf leistet – und wo er vielleicht noch Wünsche offenlässt.
Los geht es um 19 Uhr.
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