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110 Mitarbeiter gegen das Weiß: So kämpft der Bauhof in Fürth gegen die Schneemassen

27. Januar 2026 ,
Räum- und Streufahrzeuge sind in Fürth nach anhaltenden Schneefällen im Dauereinsatz, während die Stadt vor Schneebruchgefahr in Waldgebieten warnt.Räum- und Streufahrzeuge sind in Fürth nach anhaltenden Schneefällen im Dauereinsatz, während die Stadt vor Schneebruchgefahr in Waldgebieten warnt.

Nach dem massiven Wintereinbruch am Montag bleibt die Lage in der Stadt Fürth angespannt. Während die Räum- und Streudienste im Dauereinsatz sind, um die Verkehrswege befahrbar zu halten, warnen Behörden vor lebensgefährlichen Situationen in den Wäldern. Auch der Schulunterricht musste am Dienstag erneut entfallen.

Die personellen Kapazitäten der Stadt Fürth sind derzeit voll ausgeschöpft. Wie Bernd Schwarz, Leiter des städtischen Bauhofs, in einem Interview mit „Fürth Aktuell“ erläuterte, waren in den vergangenen 24 Stunden rund 110 Personen im Einsatz. In der Frühschicht kümmern sich etwa 60 Mitarbeiter um Straßen, Gehwege, Radwege und wichtige Verkehrspunkte wie Bushaltestellen oder Treppenanlagen. Die Nachtschicht, besetzt mit zwölf Mitarbeitern, konzentriert sich vorrangig auf die Fahrbahnen. Das Hauptaugenmerk liegt laut Schwarz auf den Hauptverkehrsstraßen und Strecken der Buslinien sowie auf Gefällstrecken. Erst danach können Sammelstraßen und Wohngebiete angefahren werden.

Um der Lage Herr zu werden, setzt der Bauhof der Stadt Fürth 14 Lastkraftwagen und 23 Schmalspurfahrzeuge für Geh- und Radwege ein. Schwarz betonte, dass auch bei Schnee immer gestreut werden müsse, da der verbleibende Schnee sonst festfrieren und zu gefährlichem Eis werden würde. In den engen Wohnstraßen erschweren parkende Autos die Arbeit der Räumfahrzeuge, da kaum Platz für die Lagerung der weggeschobenen Schneemassen bleibt.

Die Mitarbeiter im Bauhof prüfen regelmäßig die Wetterdaten. Laut Schwarz deuten Prognosen auf einen weiteren leichten Niederschlag am heutigen Dienstagabend hin, wobei unklar sei, ob dieser als Regen oder Schnee falle. Die Mitarbeiter bei der Stadt Fürth stellen sich darauf ein, auch in den kommenden Tagen gefordert zu bleiben. Am Mittwoch und Donnerstag sind einzelne Schneefälle weiterhin möglich. Man werde je nach Situation reagieren, betonte Schwarz.

Neben den Herausforderungen im Verkehr besteht erhebliche Gefahr in bewaldeten Gebieten. Das Bürgermeister- und Presseamt der Stadt Fürth veröffentlichte eine dringende Warnung von Stadtförster Martin Straußberger. Demnach herrsche im Fürther Stadtwald sowie in der Nähe von Baumgruppen extreme Schneebruchgefahr. Die Last der Schneemassen in Verbindung mit einsetzendem Tauwetter führe dazu, dass Äste oder ganze Baumkronen unvermittelt abbrechen können. Es bestehe Gefahr für Leib und Leben. Diese Warnlage wird voraussichtlich bis zum Wochenende anhalten.

Besonders gefordert war in den letzten Stunden die Feuerwehr Fürth. Insgesamt mussten rund 50 wetterbedingte Einsätze im Stadtgebiet abgearbeitet werden. Sowohl die Berufsfeuerwehr als auch die Einheiten der Freiwilligen Feuerwehr waren im Einsatz, um umgestürzte Bäume zu beseitigen und blockierte Verkehrswege freizumachen. Ein Großteil der Einsätze entfiel auf Schäden durch die enorme Schneelast, etwa herabgedrückte oder abgebrochene Bauteile. Zudem mussten mehrere festgefahrene Fahrzeuge – darunter Lkw, Pkw und sogar Rettungsdienstfahrzeuge – befreit werden. Die Feuerwehr mahnt die Bevölkerung weiterhin zu besonderer Vorsicht im Straßenverkehr sowie in der Nähe von Gebäuden und Bäumen mit hoher Schneelast.

Auch die Abfallentsorgung ist betroffen. Wie das Landratsamt Fürth mitteilte, fand am 26. Januar aufgrund der Witterung keine Müllabfuhr statt. Die Leerung der Behälter soll am Samstag, den 31. Januar 2026, nachgeholt werden.