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Für die Wärmestube Fürth: Söder grillt – Humorvolle Spitzen und heiße Rostbratwürste von der CSU

6. Februar 2026 , , , ,
Foto: Fürth Aktuell/Miriam MeingastFoto: Fürth Aktuell/Miriam Meingast

Es qualmte am Donnerstag in der Konrad-Adenauer-Anlage in Fürth, und das lag nicht nur an den politischen Debatten kurz vor der Kommunalwahl. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder und Fürths OB-Kandidat Max Ammon (CSU) luden zum gemeinsamen Grillen ein – mit einer Mischung aus fränkischem Humor und ernsten Absichten.

Wer einen Euro investierte, bekam dafür nicht nur eine Semmel mit Rostbratwürsten, sondern auch eine Portion Wahlkampf serviert. Der Andrang war enorm, als Markus Söder gemeinsam mit dem CSU-Herausforderer Max Ammon den Grill anwarf. Die Aktion markierte den Auftakt zur Endspurt-Phase vor dem Urnengang am 8. März.

Der Ministerpräsident spielte gekonnt mit den lokalpatriotischen Befindlichkeiten. Der Besuch in der Nachbarstadt sei immer «gefahrgeneigt», scherzte er vor den versammelten Bürgern. Man wisse als Nürnberger schließlich nie, ob man überhaupt einreisen dürfe. Auch sportlich zeigte er Größe: Er gab zu, als Glubb-Fan oft unter den Derbysiegen des Kleeblatts gelitten zu haben.

Doch der Termin hatte auch einen ernsten Hintergrund. Söder verwies auf die massiven Investitionen des Freistaats in die Stadt, etwa nach der Quelle-Krise. Die Zusammenarbeit funktioniere, auch wenn er sich erinnerte, wie er einst mit dem Rathauschef Thomas Jung im Fahrstuhl im Rathaus steckengeblieben war – eine Situation, die er augenzwinkernd als taktisches Manöver für Verhandlungen deutete.

Bevor Söder die Grillzange in die Hand nahm, erhielt er eine Karikatur, die ihn an „Söder grillt“ in Fürth erinnern soll. Beim anschließenden Bratwurstverkauf bewiesen Ammon und Söder Ausdauer. Wichtig war den Veranstaltern vor allem der soziale Aspekt: Der Erlös fließt laut Ammon komplett an die Fürther Wärmestube.

«Der Mann und sein Grill, das ist eine magische Verbindung», hatte Söder zuvor philosophiert. Zumindest für die Fürther CSU ging diese Rechnung am Donnerstag auf: Die Stimmung war gut, die Schlangen lang und der Wahlkampf ist nun auch kulinarisch eröffnet.