Bürger der Gemeinde Puschendorf staunten nicht schlecht, als sie bereits am 12. Februar 2026 Post von ihrer Verwaltung im Briefkasten fanden. Enthalten waren die Unterlagen für die anstehende Wahl am 8. März. Das Problem dabei: Der gesetzlich vorgeschriebene Starttermin für den Versand wäre eigentlich erst der kommende Montag, der 16. Februar, gewesen. Wie die Gemeindeverwaltung auf Anfrage von „Fürth Aktuell“ erläuterte, liegt dem verfrühten Versand ein missverständlicher Kalendereintrag zugrunde.
Wahlleiter Jürgen Wagner nannte die Hintergründe der Panne offen: Man habe sich im Rathaus auf die Angaben des Jüngling-Verlages verlassen, der die Kommune mit den notwendigen Wahlunterlagen ausstattet. In dessen Kalendarium sei jedoch fälschlicherweise der 26. Januar als Startdatum vermerkt gewesen. Dass dieser Termin nicht korrekt war, fiel erst im Nachhinein auf. Wagner zeigte sich selbstkritisch und erklärte, diesen Fehler müsse er sich als Wahlleiter ankreiden lassen.
Für die Wähler hat der Lapsus offenbar keine negativen Folgen. In Abstimmung mit der Rechtsaufsichtsbehörde wurde laut Wagner geklärt, dass die bereits zugestellten Dokumente ihre Gültigkeit behalten. Einzige Ausnahme: Sollten sich bis zum offiziellen Stichtag des Wählerverzeichnisses am 16. Februar noch Änderungen ergeben, die Bürger betreffen, welche ihre Unterlagen schon erhalten haben, werden diese spezifischen Wahlscheine für ungültig erklärt.
Auch wer seinen Stimmzettel bereits ausgefüllt und zurückgeschickt hat, muss sich keine Sorgen machen. Diese Stimmen zählen ganz regulär, solange keine Änderungen im Wählerverzeichnis eintreten, heißt es aus dem Puschendorfer Rathaus.
Bürgermeisterin Erika Hütten bedauerte den Vorfall in einer Stellungnahme gegenüber „Fürth Aktuell“. Man nehme die Einhaltung geltenden Rechts sehr ernst. Durch eine genaue Übersicht der ausgegebenen Stimmzettel sei eine lückenlose Nachverfolgung gewährleistet.
Die Gemeinde will den Vorfall zudem auf ihrer Webseite transparent machen, um alle Wahlberechtigten über die Hintergründe zu informieren und mögliche Verunsicherungen auszuräumen.
Erst am Donnerstag hatte der Landkreis Fürth eine Panne bei den Stimmzetteln für die Kreistagswahl bekanntgegeben. Wähler im Landkreis Fürth werden auf den Stimmzetteln für die kommende Kreistagswahl bei einigen Bewerbern weniger Informationen finden als vorgesehen. Nach Angaben der Kreiswahlleitung sind von dem Fehler 18 Personen betroffen, die sich über vier verschiedene Wahlvorschläge verteilen. Konkret wurden bei diesen Kandidaten Details wie kommunale Ehrenämter, Wohnorte oder Berufsbezeichnungen nicht abgedruckt.
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