Claus Jürgen Pappler setzte sich leidenschaftlich dafür ein, Menschen in und um Oberasbach vor dem plötzlichen Herztod zu bewahren. Nun ist der CSU-Stadtratskandidat und Mitbegründer des Vereins «Herzschock» selbst unerwartet an den Folgen eines Herzinfarktes verstorben. Dies teilte seine Partei mit großer Bestürzung mit.
Man werde ihm ein ehrendes Andenken bewahren. Die Gedanken und Gebete seien bei der Familie. Pappler hinterlasse eine Lücke in der Kommunalpolitik und in der örtlichen Notfallversorgung, hieß es.
Als Unternehmer und ehrenamtlicher Rettungssanitäter wusste er genau, worauf es im Ernstfall ankommt. Erst kürzlich hatte er den Verein «Herzschock» gegründet. Der traurige Anlass war ein medizinisches Drama im Februar 2025. Auf dem Oberasbacher Hans-Reif-Sportzentrum war ein Torwart zusammengebrochen. Ein Mitspieler leistete Erste Hilfe, doch ein öffentlich zugänglicher Defibrillator war nicht in der Nähe vorhanden. Der Patient verstarb später im Krankenhaus.
Dieses Ereignis ließ Pappler keine Ruhe. In einem Gespräch mit „Fürth Aktuell“ hatte er betont, dass vorhandene Geräte nutzlos seien, wenn man sie im Notfall nicht erreichen könne. Sein Verein sammelte fortan Spenden, um rund um die Uhr zugängliche Defibrillatoren in beheizten Außenkästen im Stadtgebiet zu installieren.
Doch Pappler wollte nicht nur Technik bereitstellen. Sonntags bot der Verein immer wieder Reanimationskurse an, um den Bürgern die Angst vor der Ersten Hilfe zu nehmen. Seine Mission war es, eine lückenlose Rettungskette aufzubauen. Jetzt trauert Oberasbach um einen Mann, dessen Lebenswerk auch der Schutz anderer war.
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