Dienstag, 24. Februar 2026 12:01
Wetter9.1°C | Leichter Regen

«Wohnen darf nicht allein dem Markt überlassen werden»: Stadt Stein feiert sein kommunales Wohnungsunternehmen

24. Februar 2026 ,
Das Ehepaar Jugl freut sich über den Gutschein aus den Händen von KbS Vorstand Klaus Heinrich (links) und dem ehemaligen KbS-Vorstand Erwin Kohlbeck. Foto: Stadt Stein (Foto: Stadt Stein)Das Ehepaar Jugl freut sich über den Gutschein aus den Händen von KbS Vorstand Klaus Heinrich (links) und dem ehemaligen KbS-Vorstand Erwin Kohlbeck. Foto: Stadt Stein (Foto: Stadt Stein)

Die Suche nach einer bezahlbaren Bleibe ist für viele Wohnungssuchende eine große Herausforderung. In der Stadt Stein steuert die Kommune dieser Entwicklung seit nunmehr 20 Jahren aktiv entgegen. Im Jahr 2006 hob die Stadtverwaltung den Kommunalbetrieb Stein (KbS) aus der Taufe. Heute verwaltet das kommunale Unternehmen 165 Wohnungen im Stadtgebiet und sichert damit einen Teil der lokalen Wohnraumversorgung.

Für den Ersten Bürgermeister der Stadt, Kurt Krömer, hat sich der Mut von damals ausgezahlt. Die Gründung sei eine vorausschauende Entscheidung gewesen, ließ der Rathauschef anlässlich des Jubiläums in einer Mitteilung verlauten. Ein Dach über dem Kopf sei ein elementares Grundbedürfnis, welches nicht allein den Mechanismen des freien Marktes überlassen werden dürfe. Der konstante Erhalt von bezahlbaren Wohnungen durch den KbS gebe der damaligen Weichenstellung recht, betonte Krömer weiter.

Der Markt für Mietwohnungen ist bekanntermaßen angespannt. Dennoch hat sich der Kommunalbetrieb auf die Fahnen geschrieben, die städtischen Immobilien nicht nur zu verwalten, sondern für die Zukunft zu rüsten. Renditeziele spielen dabei eine untergeordnete Rolle. Vielmehr gehe es um den Mehrwert für die Bürgerschaft. Zum Portfolio des Betriebs gehören ferner die Instandhaltung öffentlicher Flächen sowie der verantwortungsvolle Umgang mit natürlichen Ressourcen.

Dass der KbS auch als Bauherr auftritt, beweisen verschiedene Projekte. Neben der Sanierung von Bestandsgebäuden entstanden drei neue Mehrfamilienhäuser, die das Angebot um 18 Wohnungen erweiterten. Solche Bauprojekte seien ein Beleg für das Vorhaben, die städtische Lebensqualität stetig zu verbessern.

Der amtierende Vorstand Klaus Heinrich unterstrich während der Feierlichkeiten den Stellenwert dieser kommunalen Aufgabe. Seit nun 20 Jahren sorge man dafür, dass die Menschen ein ordentliches Zuhause fänden. Dabei stehe nicht nur die bloße Bausubstanz im Vordergrund, sondern auch ein faires Zusammenleben, erklärte Heinrich. Das Unternehmen plane, den Wohnungsbestand auch künftig mit großem Verantwortungsbewusstsein auszubauen.

Den festlichen Rahmen nutzte die Stadt zudem, um treue Mieter auszuzeichnen. Im Mittelpunkt stand dabei die Familie Jugl, die seit dem 1. Februar 1979 in einer Wohnung der Kommune lebt. Als Dankeschön überreichten die Verantwortlichen einen Gutschein in Form einer Stein-Card im Wert von 20 Euro. Von diesem Jubiläumsgeschenk profitieren auch alle anderen Mieter des KbS. Sie können ihre Karte noch bis zum 2. Oktober 2026 am Sitz des Kommunalbetriebs in der Hauptstraße 26 abholen.