Mit Tempo 143 über die Bundesstraße 8 bei Langenzenn. Erlaubt waren an dieser Stelle lediglich 80 Stundenkilometer. Der Fahrer eines Kastenwagens ignorierte dieses Tempolimit am Mittwoch völlig und sicherte sich damit den unrühmlichen Spitzenplatz bei den Geschwindigkeitsüberschreitungen im Rahmen des Blitzmarathons in Mittelfranken. Dieser massive Verstoß zieht nun deutliche Konsequenzen nach sich. Neben einem Bußgeld von 480 Euro muss der Mann seinen Führerschein für einen Monat abgeben und bekommt zwei Punkte in Flensburg.
Der Vorfall ist das extremste Beispiel des 13. europaweiten Blitzmarathons. Einen ganzen Tag lang nahm die Polizei im Bezirk den Straßenverkehr genau unter die Lupe. Die Bilanz fällt nach Abschluss der Aktion am Donnerstagmorgen ernüchternd aus. Obwohl die Beamten den Kontrolltag großflächig angekündigt hatten, fuhren viele Verkehrsteilnehmer schlichtweg zu schnell. An 130 Kontrollstellen passierten mehr als 43.000 Fahrzeuge die Messgeräte. Die Polizisten ertappten dabei über 1.000 Personen, die sich nicht an die Geschwindigkeitsbegrenzungen hielten.
Dabei ist der Hintergrund der Kontrollen überaus ernst. Wie die Daten des Polizeipräsidiums für das Jahr 2025 deutlich belegen, ist hohes Tempo nach wie vor die häufigste Ursache für schwere Unfälle. Wenn Menschen auf den Straßen sterben oder sich schwer verletzen, ist meist eine nicht angepasste Fahrweise der Auslöser. Im Rahmen des Programms «Bayern mobil: sicher ans Ziel» wollen die Behörden genau hier ansetzen. Die flächendeckende Überwachung soll alle Autofahrer sensibilisieren und letztlich dafür sorgen, dass jeder sicher ankommt.
16.5°C | Bedeckt 
