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Weiterer Akteur im Bürgermeisterrennen: Bi-Oberasbach nominiert Stephan Zeilinger

8. Januar 2026
Stephan Zeilinger (Bi-Oberasbach) kandidiert bei der Kommunalwahl 2026 erstmals für das Bürgermeisteramt in Oberasbach. Foto: PrivatStephan Zeilinger (Bi-Oberasbach) kandidiert bei der Kommunalwahl 2026 erstmals für das Bürgermeisteramt in Oberasbach. Foto: Privat

Zum ersten Mal in ihrer noch jungen kommunalpolitischen Geschichte tritt die Bürgerwählergruppe Bi-Oberasbach mit einem eigenen Kandidaten für das höchste Amt der Stadt an. Für die Kommunalwahl 2026 hat die Wählergruppe Stephan Zeilinger als Bürgermeisterkandidaten nominiert. Die Entscheidung markiert einen strategischen Schritt für die Gruppierung, die seit 2020 mit zwei Sitzen im Stadtrat von Oberasbach vertreten ist und bei ihrer ersten Wahlbeteiligung auf Anhieb rund 7,7 Prozent der Stimmen erreicht hatte.

Der 55-Jährige ist Diplom-Ingenieur und Kaufmann und arbeitet als Werkleiter und Geschäftsleiter bei einem mittelgroßen Wasserzweckverband. Zuvor hatte er den Beruf des Brauers und Mälzers erlernt. Zeilinger ist in Oberasbach aufgewachsen, besuchte dort Kindergarten und Schule und lebt mit seiner Familie bis heute in der Stadt. Politisch gehört er seit 2020 dem Stadtrat an und arbeitet unter anderem im Umwelt-, Bau- und Grundstücksausschuss mit. Zudem ist er einer der Referenten für das Gebäudemanagement der Stadt.

Die Bi-Oberasbach begründet die Kandidatur mit der angespannten Haushaltslage der Kommune. Nach Darstellung der Wählergruppe stehe Oberasbach in den kommenden Jahren vor einem strukturellen Defizit von rund 16 Millionen Euro. Zeilinger habe seine Entscheidung zur Kandidatur daher nach längerer Abwägung getroffen. Es gehe darum, unter schwierigen finanziellen Rahmenbedingungen neue Impulse zu setzen und politische Verantwortung zu übernehmen, heißt es aus dem Umfeld der Bürgerwählergruppe.

In einer Stellungnahme ordnet Zeilinger seine Kandidatur als bewussten Gegenentwurf zu den etablierten Parteien ein. Die Bi-Oberasbach verstehe sich als parteiunabhängige Bürgerwählergruppe ohne Rückhalt eines Landesverbandes, was den Wahlkampf anspruchsvoller mache. Gleichzeitig verweist er auf die derzeitige Mehrheitslage im Stadtrat, in der seine Gruppierung bislang nur begrenzte Einflussmöglichkeiten gehabt habe. Mit Blick auf die Kommunalwahl 2026 hoffe man, die eigene Präsenz im Gremium ausbauen zu können.

Hintergrund ist auch der angekündigte Rückzug der amtierenden Bürgermeisterin, die nicht erneut kandidiert. Die Bi-Oberasbach sieht darin einen Zeitpunkt für einen politischen Neubeginn. Kritisch äußert sich die Gruppierung zur bisherigen Finanzpolitik der vergangenen Jahre und macht diese für die aktuelle Haushaltslage verantwortlich.