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Änderung beim Veitsbad Cup 2026: Die Eisschwimmer setzen alles auf Samstag – Sonntagswettbewerbe abgesagt

9. Januar 2026
Vorbereitungen für den Veitsbad Cup 2026, der den Helferinnen und Helfern diesmal viel abfordert. Foto: News5/David OßwaldVorbereitungen für den Veitsbad Cup 2026, der den Helferinnen und Helfern diesmal viel abfordert. Foto: News5/David Oßwald

Eisplatten, Pumpenlärm und Helfer im Dauereinsatz prägen derzeit das Bild im Veitsbad in Veitsbronn. Seit Tagen kämpft das Organisationsteam des Veitsbad Cups gegen die strenge Frostperiode. Trotz nächtlicher Temperaturen von bis zu minus zwölf Grad soll der Eisschwimmwettbewerb am Samstag stattfinden. Gleichzeitig haben die Veranstalter nun Teile des Programms abgesagt.

Der Veitsbad Cup ist ein offener Eisschwimm-Wettbewerb, der im winterlichen Freibad in Veitsbronn ausgetragen wird. Geschwommen wird in nahezu eisigem Wasser, bei Wassertemperaturen um den Gefrierpunkt. Die Athleten treten in verschiedenen Altersklassen und Disziplinen an. Der Wettbewerb richtet sich sowohl an erfahrene Eisschwimmer als auch an ambitionierte Sportler aus dem In- und Ausland.

Die anhaltende Kälte hat die Vorbereitungen in diesem Jahr erheblich erschwert. Binnen weniger Stunden friert das Wasser immer wieder zu, selbst dort, wo tagsüber große Eisplatten entfernt wurden. Am Mittwoch hatte sich zeitweise eine bis zu fünf Zentimeter dicke Eisdecke gebildet. Helfer arbeiteten seither von morgens bis in den späten Nachmittag hinein, um das Becken freizuhalten. Eis wurde von Hand aus dem Wasser gehoben und auf die angrenzende Liegewiese transportiert. Mehrere Pumpen fördern wärmeres Wasser vom Beckenboden nach oben, um die Eisbildung zu bremsen.

Nach Angaben von Organisator Michael Hick stand das Event zwischenzeitlich kurz vor der Absage. Angesichts der extremen Bedingungen habe man ernsthaft darüber nachgedacht, den Wettbewerb komplett abzusagen. Stattdessen sei entschieden worden, den Fokus konsequent auf den Samstag zu legen und alle Kräfte auf diesen einen Wettkampftag zu bündeln.

Inzwischen ist eine Entscheidung gefallen: Die ursprünglich für Sonntag geplanten Wettbewerbe, darunter die sogenannte Eismeile sowie das 1000-Meter-Schwimmen, finden nicht statt. Als Grund nennen die Veranstalter die extrem niedrigen Nachttemperaturen. Diese ließen es nicht zu, das Becken über Nacht ausreichend eisfrei zu halten. Die Entscheidung sei aus Verantwortung gegenüber den Teilnehmern und aus Sicherheitsgründen getroffen worden, heißt es aus dem Organisationsteam.

Der Veitsbad Cup wird in diesem Jahr zum dritten Mal ausgetragen. Ins Leben gerufen wurde der Wettbewerb vom Verein Team Veitsbad, der nach eigenen Angaben rund 120 Mitglieder zählt. Entstanden ist das Event als Nachfolger früherer internationaler Eisschwimmwettkämpfe in Veitsbronn, die nach der Corona-Pandemie nicht mehr fortgeführt wurden. Ziel war es, den Eisschwimmsport am Standort dauerhaft zu erhalten.

Rund 170 Athleten haben sich für den diesjährigen Wettkampf angemeldet, viele von ihnen für mehrere Starts. Die Teilnehmer reisen nicht nur aus Deutschland an, sondern auch aus Belgien, Tschechien und den Niederlanden. Der Samstag gilt als zentraler Wettkampftag und steht nun vollständig im Mittelpunkt der Veranstaltung.

Helferin Barbara Raithel beschreibt die Arbeiten als körperlich fordernd und kräftezehrend. Man sei nahezu täglich im Einsatz gewesen, da sich das Eis sonst immer weiter aufgebaut hätte. Trotz der Belastung sei der Zusammenhalt im Team groß. Entscheidend sei das gemeinsame Ziel, den Schwimmern zumindest am Samstag einen fairen Wettbewerb zu ermöglichen.