Die SPD Langenzenn hat einen Vorschlag zur Gründung eines Fördervereins für das Hallenbad in der Stadt präsentiert. Nach den Plänen der Partei soll die Gründungsversammlung nach der Kommunalwahl am 8. März stattfinden – unabhängig davon, wer Bürgermeister wird. Das teilte SPD-Stadtratskandidatin Karin Göckel auf Anfrage von „Fürth Aktuell“ mit.
Derzeit rufen die SPD-Bürgermeisterkandidatin Melanie Plevka und die SPD Langenzenn dazu auf, dass sich interessierte Menschen melden sollen, die bei einem Förderverein mitmachen wollen. Aktuell seien zwei Szenarien denkbar: Entweder werde das alte Hallenbad reaktiviert oder ein neues Bad gebaut – idealerweise in Kooperation mit dem Markt Wilhermsdorf.
Nach Angaben der SPD soll der Förderverein vor allem Spenden akquirieren, mögliche Sponsoren finden und die Planungen begleiten. Eine konkrete Zielsumme für die Mittel, die der Verein benötigt, nannte Karin Göckel nicht. Dies hänge auch davon ab, ob das alte Hallenbad unter Denkmalschutz gestellt und saniert oder ein Neubau realisiert werde.
Die Partei weist darauf hin, dass sich der Landkreis Fürth nicht an der Finanzierung beteilige. Der Landkreis sei hierfür nach geltender Rechtslage auch nicht verpflichtet, betonte die SPD. Die Partei hätte es nach eigenen Worten aber begrüßt, wenn der Landkreis ein Zeichen gesetzt und Unterstützung zugesagt hätte. „Die Schüler im Landkreis brauchen einen Ort, an dem sie schwimmen lernen können“, so Göckel.
Die SPD verweist zudem auf einen bestehenden Beschluss, wonach Langenzenn und Wilhermsdorf beim Bau eines neuen Hallenbads kooperieren wollen. Das sei ein positives Signal. Wie die Stimmung in Wilhermsdorf zu dem Thema sei, könne man trotzdem aus Langenzenn heraus nicht beantworten. „Das Projekt muss wachsen“, betonte SPD-Bürgermeisterkandidatin Melanie Plevka.
Zur Höhe der Baukosten verweist die SPD auf eine Summe von 22 Millionen Euro für einen möglichen Neubau. Die Summe soll nach den derzeitigen Planungen über Mittel aus der sogenannten Sportmilliarde sowie aus kommunalen Beiträgen finanziert werden. Die „Sportmilliarde“ ist die umgangssprachliche Bezeichnung für ein Bundesförderprogramm zur Sanierung und zum Neubau kommunaler Sportstätten. Langenzenn müsste demnach rund sechs Millionen Euro tragen, Wilhermsdorf rund zwei Millionen Euro. Ob die Fördermittel aus der Sportmilliarde bewilligt werden, sei bislang nicht sicher.
Interessierte, die dem geplanten Förderverein beitreten möchten, werden gebeten, sich per E-Mail an Hallenbad_fuer_Langenzenn@web.de zu wenden.
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