Im Stadtgebiet von Oberasbach sind mutmaßliche Giftköder aufgetaucht. Ein der Redaktion vorliegendes Foto dokumentiert den Fund und bestätigt die Beschreibung von Anwohnern, wonach Unbekannte offensichtlich Fleisch- oder Wurststücke mit einer verdächtigen Substanz präpariert haben.
Der Fundort liegt im Bereich der Meißener Straße auf Höhe des Lugauer Wegs. Dort entdeckten Passanten am Montag die ausgelegten Köder. Die Aufnahme zeigt ein orange-bräunliches Stück, das in seiner Beschaffenheit an verarbeitetes Fleisch erinnert und auf einer schwarzen Plastiktüte liegt. Deutlich erkennbar sind leuchtend rote Einsprengsel, die über das Objekt verteilt sind. Diese optische Beschaffenheit deckt sich mit Beschreibungen von handelsüblichem Rattengift oder Schneckenkorn, das häufig eine charakteristische rote oder rosafarbene Färbung aufweist.
Die Stadt Oberasbach hat die Meldung aufgenommen. Ob die rote Substanz tatsächlich toxisch ist, lässt sich abschließend nur durch eine laboranalytische Untersuchung klären, die visuelle Erscheinung legt jedoch den dringenden Verdacht nahe, dass hier gezielt Köder ausgelegt wurden, um Tieren zu schaden. Die Stadt spricht in ihrer öffentlichen Warnung von präparierten Salamischeiben.
Hundehalter in Oberasbach, insbesondere im Wohngebiet um den Lugauer Weg, werden zur erhöhten Wachsamkeit aufgerufen. Experten raten in solchen Fällen, Hunde konsequent an der kurzen Leine zu führen und darauf zu achten, dass die Tiere beim Spaziergang keinerlei Gegenstände vom Boden aufnehmen. Wer ähnliche Objekte findet, sollte diese nicht ungeschützt berühren und die örtlichen Behörden oder die Polizei informieren. Das Auslegen von Giftködern ist kein Kavaliersdelikt, sondern erfüllt Straftatbestände nach dem Tierschutzgesetz.
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