In der Nacht von Donnerstag auf Freitag ist es in Cadolzburg zu Beschädigungen an einem von der AfD genutzten Gebäude gekommen. Unbekannte zerstörten dabei Fensterscheiben der ehemaligen Gaststätte «Gwäxhaus» in Cadolzburg, die der Partei nach eigenen Angaben als Schulungszentrum und Versammlungsort dient. Dieser Vorfall reiht sich laut Darstellungen des AfD-Kreisverbandes Fürth-Neustadt/Aisch in eine Serie von Übergriffen gegen die Partei in der Region ein.
Wie der Kreisverband in einer Mitteilung erklärt, ereignete sich die Tat im Zeitraum zwischen dem 19. und 20. Februar 2026. Dabei seien Scheiben vermutlich mit einem Werkzeug, etwa einem Vierkantrohr oder einem Hammer, eingeschlagen worden. Die Polizei und die Spurensicherung seien vor Ort gewesen, um die Ermittlungen aufzunehmen. Der AfD-Kreisvorsitzende Claus-Georg Pleyer äußerte sich dahingehend, dass man eine solche Tat nach einer monatelangen «demokratieverachtenden Stimmungsmache» gegen das Objekt bereits befürchtet habe. Er fordert, dass die Polizei alle Möglichkeiten ausschöpft, um die politisch motivierten Täter ausfindig zu machen.
Zeitgleich zu den Berichten der Partei verbreitete sich in sozialen Netzwerken ein Beitrag der Seite «Antifa Infos & Mobilisierungen». Darin wird zitiert, dass in den frühen Morgenstunden «einige Scheiben des AfD-Treffpunktes in Cadolzburg zu Bruch» gingen. In dem Posting wird zudem darauf verwiesen, dass man aufgrund eines «voranschreitenden Rechtsrucks» in Zukunft öfter mit «militanten Aktionen» rechnen müsse. Die Verfasser des Beitrags gaben an, zu hoffen, dass die Teilnehmer einer geplanten Wahlkampfveranstaltung in den Räumlichkeiten «ordentlich frieren müssen».
Der AfD-Kreisverband bringt diesen Vorfall mit weiteren Ereignissen der jüngeren Vergangenheit in Verbindung. So wird von einem Brandanschlag auf das Fahrzeug eines Mitglieds in Uffenheim berichtet, bei dem das Auto vollständig zerstört worden sei. Zudem habe es laut dem stellvertretenden Kreisvorsitzenden Simon Fakher körperliche Übergriffe bei einem Infostand in Scheinfeld gegeben. Fakher bezeichnete die Vorfälle als «Anschlag auf die Demokratie» und forderte einen gesellschaftlichen Konsens gegen jede Form von politischer Gewalt.
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