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Zwischen klaren Siegen und knappen Rennen: Der Stichwahl-Abend im Landkreis Fürth

22. März 2026 ,
In Stein hatte Bertram Höfer (links) von der CSU gut Lachen: Er siegte gegen den amtierenden Bürgermeister Kurt Krömer mit deutlichem Stimmenvorsprung. Dazu gratulierten Landrat Bernd Obst und CSU-Fraktionschefin Renate Krach (2.v.l.).In Stein hatte Bertram Höfer (links) von der CSU gut Lachen: Er siegte gegen den amtierenden Bürgermeister Kurt Krömer mit deutlichem Stimmenvorsprung. Dazu gratulierten Landrat Bernd Obst und CSU-Fraktionschefin Renate Krach (2.v.l.).

Die Spannung am Sonntagabend war greifbar. Als am 22. März 2026 die letzten Wahllokale im Landkreis Fürth ihre Türen schlossen, begann in fünf Kommunen das bange Warten auf die Resultate der Bürgermeister-Stichwahlen. Das endgültige Zahlenwerk des Abends offenbarte schließlich sehr unterschiedliche politische Strömungen innerhalb des Landkreises. Neben erwartbaren Bestätigungen gab es auch empfindliche Niederlagen für etablierte Kräfte.

Das deutlichste Signal sendeten die Wähler in Zirndorf. Marcus Spath, angetreten für die Zirndorfer Bürgergemeinschaft, sicherte sich einen überragenden Sieg. Genau 7.502 Wähler gaben dem Bankkaufmann ihre Stimme. Sein Herausforderer von der CSU, der examinierte Gymnasiallehrer Tom Hesselberger, musste sich mit 3.280 Stimmen klar geschlagen geben. Die Wahlbeteiligung in der Stadt pendelte sich bei knapp über der Hälfte der 21.077 Wahlberechtigten ein.

Amtsinhaber Kurt Krömer (rechts) war einer der ersten Gratulanten im Steiner Rathaus: Bertram Höfer (links) wurde zum neuen Bürgermeister gewählt.

Ein weitaus engeres Kopf-an-Kopf-Rennen lieferten sich die Bewerber im benachbarten Oberasbach. Am Ende hatte Thomas Diebenbusch als gemeinsamer Kandidat von Grünen und Freien Wählern mit 52,8 Prozent die Nase vorn. Er verwies Marco Haas von der CSU mit 47,2 Prozent auf den zweiten Platz. Etwas mehr als 51 Prozent der wahlberechtigten Bürger beteiligten sich hier an der finalen Abstimmung.

Einen Erfolg durfte die CSU in Stein feiern. Bertram Höfer überzeugte 63,2 Prozent der Abstimmenden und sicherte sich souverän den Platz im Rathaus. Sein Konkurrent, der amtierende Bürgermeister Kurt Krömer von der SBG, kam auf 36,8 Prozent. Ein Wermutstropfen blieb in Stein jedoch das mangelnde Interesse der Bürger. Die Wahlbeteiligung bildete mit 50,6 Prozent das Schlusslicht im landkreisweiten Vergleich.

Gute Nachrichten gab es für die CSU auch aus Langenzenn. Christian Ell setzte sich mit 55,2 Prozent der gültigen Stimmen gegen den Grünen-Politiker Michael Kimberger durch, der 44,8 Prozent erreichte. Erfreulich war in Langenzenn der hohe Grad an demokratischer Teilhabe. Dort nutzten 63,4 Prozent der Wahlberechtigten ihr Recht zur Mitbestimmung.

Die einzige reine Frauenwahl des Tages fand in Wilhermsdorf statt. Alexandra Zipfel von den Freien Wählern eroberte mit 57,7 Prozent den Chefsessel im Rathaus. Sie triumphierte über die CSU-Kandidatin Patrizia Fierus, die 42,3 Prozent verbuchte. Die Bürger in Wilhermsdorf zeigten zudem das größte Engagement im gesamten Landkreis. Mit 65,5 Prozent wurde hier die höchste Wahlbeteiligung gemessen.