Woher kommt eigentlich unsere Milch, und wie wächst das Getreide für unser tägliches Brot? Auf dem diesjährigen Landfrauentag in der Zirndorfer Paul-Metz-Halle schien die Beantwortung dieser Fragen für 80 Schulklassen aus der Region plötzlich in Gefahr. Der Freistaat Bayern hatte dem erfolgreichen Bildungsprojekt «Landfrauen machen Schule» kurz vor dem Jahreswechsel überraschend die finanziellen Mittel gekürzt. Kreisbäuerin Bettina Hechtel wandte sich beim Landfrauentag deshalb direkt an die im Saal sitzenden Landtagsabgeordneten Petra Guttenberger (CSU) und Harry Scheuenstuhl (SPD) mit der Bitte um Hilfe.
Der öffentliche Appell an die Politik vor Ort zeigt nun offenbar Wirkung. Die CSU-Landtagsabgeordnete Petra Guttenberger teilte auf Nachfrage unserer Redaktion mit, dass sie in der Sache bereits aktiv geworden sei. Sie gehe davon aus, das Problem lösen zu können. Das Programm könnte dann in diesem Jahr für die betroffenen Klassen fortgeführt werden. Der SPD-Abgeordnete Harry Scheuenstuhl ließ zwei Anfragen unserer Redaktion zu diesem Thema bisher unbeantwortet.
Kreisbäuerin Bettina Hechtel hatte die gut besuchte Veranstaltung in Zirndorf genutzt, um die Kürzungen vor den anwesenden Ehrengästen aus Politik und Landwirtschaft scharf zu kritisieren. Von den ehemals 355 teilnehmenden Klassen seien 80 plötzlich ohne Förderung dagestanden. Hechtel nahm Guttenberger und den SPD-Abgeordneten Harry Scheuenstuhl auf der Bühne direkt in die Pflicht und forderte sie auf, sich für die Kinder und die wichtige landwirtschaftliche Aufklärungsarbeit einzusetzen. Beide Politiker versprachen umgehend eine Prüfung.
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