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Michaelis-Kirchweih Fürth 2026: Schausteller ziehen positive Bilanz und hoffen auf stabile Preise

14. Oktober 2026, 15:06 Uhr
Beim Kirchweih-Frühschoppen wurden sieben langjährige Beschicker der Fürther Michaelis-Kirchweih ausgezeichnet. (Foto: Mia Stadelmann)Beim Kirchweih-Frühschoppen wurden sieben langjährige Beschicker der Fürther Michaelis-Kirchweih ausgezeichnet. (Foto: Mia Stadelmann)

Rund 1,5 Millionen Besucher, weitgehend stabile Preise und zufriedene Schausteller: Die Michaelis-Kirchweih 2026 geht mit einer positiven Zwischenbilanz ihrem Ende entgegen. Beim traditionellen Kirchweih-Frühschoppen des Bayerischen Landesverbands der Marktkaufleute und Schausteller (BLV) blickten Vertreter der Stadt und der Schausteller auf die vergangenen Festtage zurück. Neben den Besucherzahlen und der wirtschaftlichen Entwicklung ging es auch um die Zukunft der größten Straßenkirchweih Süddeutschlands.

Die geschätzte Besucherzahl bewegt sich demnach auf einem ähnlichen Niveau wie im Vorjahr. Rund 1,5 Millionen Menschen dürften die Kirchweih besucht haben, die vom 3. bis 14. Oktober die Fürther Innenstadt in eine Festmeile verwandelt hat. Einen neuen Besucherrekord erwarten die Verantwortlichen nicht. Dennoch fällt die vorläufige Bilanz erfreulich aus. Auch die wirtschaftlichen Ergebnisse stimmen die Schausteller zuversichtlich.

Ein wichtiges Thema bleiben die Preise. Seit vier Jahren bewegt sich der Preis für einen halben Liter Bier nach Angaben aus Schaustellerkreisen weitgehend unverändert zwischen fünf und sechs Euro. Auch bei den Kinderkarussells habe es keine Erhöhungen gegeben. Eine Fahrt kostet demnach zwischen drei und vier Euro.

Allerdings wächst der wirtschaftliche Druck auf die Betriebe. Insbesondere steigende Anforderungen an die Sicherheit könnten künftig zusätzliche Kosten verursachen. Die Schausteller hoffen deshalb, dass die Stadt das Platzgeld im kommenden Jahr nicht weiter erhöht. Damit soll verhindert werden, dass die zusätzlichen Ausgaben letztlich auf die Besucher umgelegt werden müssen.

Der Bayerische Landesverband der Marktkaufleute und Schausteller sieht in der Mischung aus Fahrgeschäften, Gastronomie und Warenmarkt einen wesentlichen Grund für den Erfolg der Fürther Kirchweih. Diese Vielfalt soll auch in Zukunft erhalten bleiben.

Verbesserungsbedarf besteht nach Ansicht der Schausteller vor allem in der Moststraße. Dort stehen zahlreiche Markthändler, deren Stände in den Abendstunden weniger Aufmerksamkeit erhalten als die hell beleuchteten Fahrgeschäfte. Deshalb wird über ein verbessertes Beleuchtungskonzept nachgedacht, das diesen Bereich stärker in das Kirchweihgeschehen einbinden könnte.

Positiv bewertet wird der neue beziehungsweise zusätzliche Stellplatzbereich am Ronhof in der Nähe des Stadions. Dort können Schausteller ihre Wohnwagen teilweise abstellen. Allerdings reicht die Fläche noch nicht für den gesamten Bedarf aus. Die Verantwortlichen wünschen sich deshalb eine Erweiterung und weitere Verbesserungen.

Auch die Sicherheit spielte beim Frühschoppen eine wichtige Rolle. Aus den Gesprächen wurde eine sehr positive Bilanz gezogen. Die Schausteller hoben hervor, dass das Sicherheitskonzept funktioniert habe. Gleichzeitig bleibt die Sorge, dass künftig zusätzliche Vorschriften und Auflagen die Kosten weiter steigen lassen könnten.

Ein besonderer Programmpunkt des Frühschoppens war die Ehrung langjähriger Kirchweihbeschicker. Gleich sieben Schausteller wurden für ihre jahrzehntelange Teilnahme an der Fürther Michaelis-Kirchweih ausgezeichnet.

Ralf Haas und Horst Dobler erhielten Ehrungen für jeweils 40 Jahre. Tanja Alt, Patricia Störzer-Zenkel und Lydia Störzer sind seit 30 Jahren dabei. Christian Dobler und Siegmund Heimerl wurden für jeweils 20 Jahre ausgezeichnet. Die Jubilare erhielten Urkunden und Präsentkörbe.

Zur Sprache kam auch das Fehlen des Fürther Wirtschaftsreferenten Horst Müller. Er konnte wegen einer Erkrankung erstmals nicht an der Fürther Kärwa teilnehmen. Christian Dobler bedauerte seine Abwesenheit und übermittelte Genesungswünsche.

Die Michaelis-Kirchweih gehört seit 2018 zum immateriellen Kulturerbe Bayerns. Ihre besondere Verbindung von traditionellem Warenmarkt, Fahrgeschäften und Gastronomie macht sie zu einem der größten Volksfeste in der Region. Für die Schausteller steht deshalb fest, dass dieser Charakter auch bei steigenden Kosten und strengeren Sicherheitsanforderungen bewahrt werden soll.

Die Kirchweih endet am Mittwoch mit dem traditionellen Abschlussfeuerwerk der Schausteller.

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