Die Silvesternacht gilt für Feuerwehren traditionell als eine der arbeitsintensivsten des Jahres. In Fürth kam es ausgerechnet zu diesem Zeitpunkt zu einer zusätzlichen Belastungsprobe für die Einsatzkräfte. Direkt vor der vergleichsweise neuen Hauptfeuerwache ereignete sich am Silvesterabend ein Wasserrohrbruch mit spürbaren Folgen für den Betrieb.
Durch den Schaden musste die Wasserversorgung der Wache vollständig abgeriegelt werden. Damit standen den Feuerwehrleuten während ihres Dienstes weder kaltes noch warmes Wasser zur Verfügung. Auch das Auffüllen der Einsatzfahrzeuge nach den Einsätzen war in der Wache nicht mehr möglich. Stattdessen mussten die Fahrzeuge unterwegs an Hydranten wieder mit Wasser versorgt werden.
Einsatzleiter Christian Donderer schilderte die Situation als organisatorisch lösbar, aber dennoch problematisch. Theoretisch sei das Befüllen der Fahrzeuge außerhalb der Wache möglich, erklärte er. Schwieriger stellte sich jedoch die Lage in anderen Bereichen dar. Besonders betroffen war die Hygiene der Einsatzkräfte nach größeren Einsätzen.
So kam es in der Silvesternacht unter anderem zu einem Garagenbrand im Fürther Stadtteil Vach. Nach diesem Einsatz hätten die Mitglieder des Angriffstrupps dringend duschen müssen, um gesundheitsschädliche Stoffe von Haut und Kleidung zu entfernen. In der Hauptwache war dies wegen des fehlenden Wassers nicht möglich. Nach Angaben Donderers wurden die betroffenen Feuerwehrleute deshalb in eine andere Wache der Freiwilligen Feuerwehr gebracht, um dort zu duschen und anschließend wieder einsatzfähig zu sein. Der Dienst der betroffenen Kräfte dauerte noch bis in die Morgenstunden an.
Noch in derselben Nacht reagierte die Stadt auf den Schaden. Eine Fachfirma begann mit Baggerarbeiten vor der Feuerwache, um den Wasserrohrbruch so schnell wie möglich zu beheben. Ein weiterer Rohrbruch im Stadtgebiet konnte zunächst nicht bearbeitet werden, da die Wiederherstellung der Wasserversorgung für die Hauptfeuerwache Vorrang hatte.
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