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Neuer Fahrscheinkauf in Fürther Linienbussen startet laut infra ohne größere Probleme

9. Januar 2026 ,
Die neuen Automaten in den Fürther Bussen. Foto: infra FürthDie neuen Automaten in den Fürther Bussen. Foto: infra Fürth

Der Start ins neue Jahr brachte für Fahrgäste in Fürth eine spürbare Veränderung im Busverkehr. Seit dem 1. Januar 2026 werden Fahrscheine in den Linienbussen nicht mehr beim Fahrpersonal verkauft. Der Ticketkauf erfolgt nun über Automaten in den Fahrzeugen oder über andere Verkaufswege. Die Umstellung sorgte im Vorfeld für Diskussionen, weil damit nicht mehr mit Bargeld beim Fahrer bezahlt werden kann. Die ersten Tage verliefen jedoch ruhig, wie die infra auf Nachfrage von „Fürth Aktuell“ betonte.

Eine abschließende Bewertung sei derzeit noch nicht möglich, hieß es. Zunächst wolle man die ersten kompletten Arbeits- und Schulwochen abwarten. Im laufenden Betrieb habe es bislang keine nennenswerten Probleme oder Verzögerungen gegeben, betonte eine Sprecherin.

Auch aus Sicht der Fahrgäste scheine sich das neue System bislang einzuspielen. Eine größere Zahl an Beschwerden sei dem Unternehmen nicht bekannt. Viele Nutzer hätten auf die vorhandenen alternativen Kaufmöglichkeiten zurückgegriffen. Unterstützt würden sie dabei vom Kontrollpersonal, das bei Fragen helfe oder bei Schwierigkeiten am Automaten zur Seite stehe.

Damit das Fahrpersonal auf Rückfragen vorbereitet ist, wurde es laut infra Fürth umfassend geschult und wird weiterhin fortgebildet. Die Schulungen konzentrieren sich vor allem auf Tariffragen und die Unterstützung bei der Auswahl des richtigen Tickets. Der Verkauf selbst gehört seit der Umstellung nicht mehr zu den Aufgaben der Fahrer.

Besonderes Augenmerk gilt Fahrgästen, die kein Smartphone nutzen oder digitale Angebote meiden. Für sie wurde eine Prepaid-Karte eingeführt, die im Servicecenter mit Bargeld aufgeladen werden kann. Mehr als 60 dieser Karten seien bereits ausgegeben worden.

Flankierend setzte das Unternehmen auf umfangreiche Informationsangebote. Dazu gehörten Veranstaltungen gemeinsam mit dem Seniorenrat und der AWO, Infostände am Rathaus und am Hauptbahnhof sowie die Vorstellung der neuen Automaten bei Rollator-Trainings. Diese Angebote sollen fortgesetzt werden.

Zusätzlich können Interessierte im Servicecenter einen Testautomaten ausprobieren und sich beraten lassen. Rückmeldungen werden zudem über einen QR-Code direkt an den Automaten gesammelt. Man bleibe im Austausch mit den Fahrgästen und prüfe laufend, ob weitere Anpassungen notwendig seien, erklärte die infra Fürth.