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Von Fürth nach South Carolina: Simba Dickie Group übernimmt Sunny Days Entertainment

24. Januar 2026
Führungsriege bei der Übernahme: Moritz Duschl, Melvin Wells, Jim Ruggiero und Florian Sieber (von links) nach dem Mehrheitskauf von Sunny Days Entertainment durch die Simba Dickie Group. Foto: Simba Dickie GroupFührungsriege bei der Übernahme: Moritz Duschl, Melvin Wells, Jim Ruggiero und Florian Sieber (von links) nach dem Mehrheitskauf von Sunny Days Entertainment durch die Simba Dickie Group. Foto: Simba Dickie Group

Der Spielwarenhersteller Simba Dickie Group mit Sitz in Fürth verstärkt seine Präsenz auf dem nordamerikanischen Markt deutlich. Wie das Unternehmen mitteilte, wurde die Mehrheit am US-amerikanischen Spielwarenproduzenten Sunny Days Entertainment übernommen. Durch diesen Schritt sichert sich der fränkische Familienkonzern einen neuen Standort in Simpsonville im Bundesstaat South Carolina sowie ein eingespieltes Team und breite Geschäftsbereiche in den USA.

Sunny Days Entertainment wurde im Jahr 2012 gegründet und hat sich seitdem zu einem dynamischen Akteur in der Branche entwickelt. Das Sortiment umfasst eine Vielzahl an Produkten, die von Babyartikeln über Tierfiguren und Rollenspielzeug bis hin zu Outdoor-Artikeln wie Sandkästen und Seifenblasen reichen. Auch Fidget Toys und lizenzierte Kunststofffahrzeuge mit Licht- und Soundeffekten gehören zum Portfolio des Unternehmens. In den vergangenen fünf Jahren verzeichnete der US-Hersteller laut Firmenangaben eine jährliche Wachstumsrate von 25 Prozent und gehört gemessen am Umsatz mittlerweile zu den zwanzig größten Spielwarenunternehmen in den Vereinigten Staaten.

Florian Sieber, CEO der Simba Dickie Group, bezeichnete die bisherige Leistung der Firmengründer Melvin Wells und Jim Ruggiero als beeindruckend. Er hob insbesondere die Wettbewerbsfähigkeit der Produkte sowie die kurzen Entwicklungszeiten für Neuheiten hervor. Die Simba Dickie Group beabsichtige, das Unternehmen bei seinen ehrgeizigen Zielen zu unterstützen und das Wachstum sowohl in den USA als auch international weiter voranzutreiben. Man sehe in der Zusammenarbeit ein erhebliches Potenzial.

Die beiden Gründer werden das Unternehmen auch in Zukunft leiten. Melvin Wells erklärte, dass sich Sunny Days seit der Gründung darauf konzentriert habe, Lösungen für den Einzelhandel zu finden und Kindern Innovation sowie Freude zu bieten. Durch die globale Reichweite der Simba Dickie Group wolle man diese Produkte nun weltweit zugänglich machen. Sein Partner Jim Ruggiero ergänzte, dass die Kooperation in den Bereichen Entwicklung, Produktion und Vertrieb dabei helfen werde, die Marktposition bei der Innovationskraft und der Geschwindigkeit der Markteinführung weiter zu festigen.

Die Simba Dickie Group zählt mit rund 2400 Mitarbeitern zu den fünf größten Spielwarenherstellern in Europa. Im Geschäftsjahr 2025 erwirtschaftete die Gruppe einen Umsatz von 690,8 Millionen Euro. Das Sortiment des fränkischen Unternehmens umfasst bekannte Marken wie das BIG Bobby Car, Smoby Toys sowie Majorette und Dickie Toys. Mit der Integration von Sunny Days Entertainment und deren Marken wie Maxx Action oder Honey Bee Acres baut die Gruppe ihre Stellung als international agierendes Familienunternehmen weiter aus.