Wer in Fürth eine Sporthalle oder einen Sportplatz für das Training suchte, musste sich bislang oft durch komplexe Verwaltungsabläufe arbeiten. Das soll nun der Vergangenheit angehören. Wie die Stadt Fürth mitteilte, wurde das System zur Vergabe von Sportstätten grundlegend modernisiert. Ab sofort können Vereine und Sportgruppen die Belegung der städtischen Anlagen digital einsehen und buchen.
Für die Umstellung nutzt die Kommune die Software «Locaboo». Das Programm ermöglicht es den Nutzern, online nach freien Kapazitäten zu suchen und diese direkt zu reservieren. Laut Angaben der Stadtverwaltung können unter der Adresse www.fuerth.de/sportstaetten-mieten sowohl neue Belegungszeiten beim zuständigen Amt für Sport und Gesundheitsförderung beantragt als auch bestehende Termine storniert werden. Ein wesentlicher Aspekt des neuen Systems ist die Transparenz: Der Belegungsplan aller Anlagen ist öffentlich einsehbar, was gezielte Anfragen für freie Zeitfenster ermöglichen soll.
Fürths Bürgermeister Markus Braun sieht in der Umstellung einen Gewinn für beide Seiten – die Sporttreibenden und die Verwaltung. «Mit Locaboo schaffen wir eine moderne, effiziente und transparente Lösung für unsere Vereine», wird Braun in der Mitteilung zitiert. Die digitale Verwaltung solle Abläufe erleichtern, Bürokratie abbauen und für eine optimale Auslastung der Infrastruktur sorgen. Braun bezeichnete den Schritt zudem als wichtigen Baustein bei der Digitalisierung städtischer Leistungen.
Das Angebot umfasst nach Angaben der Stadt insgesamt 27 Sporthallen und sechs Freisportanlagen. Diese stehen Fürther Sportvereinen, Verbänden, sozialen Einrichtungen sowie privaten Gruppen zur Verfügung. Buchungen für den außerschulischen Sport sind laut Verwaltung in der Regel wochentags zwischen 17 und 22 Uhr sowie an Wochenenden von 8 bis 22 Uhr möglich. Mit der Einführung des Systems erhofft sich die Stadt eine spürbare Entlastung der administrativen Prozesse bei der Vergabe der begehrten Hallenzeiten.
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