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Finanzspritze für Fürther Kulturbetrieb: Grüne wollen Frauenmuseum staatlich absichern

24. Februar 2026 , ,
Das Museum Frauenkultur in der Fürther Innenstadt: Die Grünen im Bayerischen Landtag beantragen ab 2026 eine jährliche Förderung von 15.000 Euro. (Foto: Archiv Kamran Salimi/Fürth Wiki)Das Museum Frauenkultur in der Fürther Innenstadt: Die Grünen im Bayerischen Landtag beantragen ab 2026 eine jährliche Förderung von 15.000 Euro. (Foto: Archiv Kamran Salimi/Fürth Wiki)

Rund ein halbes Jahr nach dem Umzug in die Fürther Innenstadt steht das Museum Frauenkultur vor finanziellen Herausforderungen. Um den Fortbestand der landesweit einzigartigen Einrichtung zu sichern, hat die Landtagsfraktion der Grünen nun einen Haushaltsantrag über 15.000 Euro jährlich gestellt.

Das Museum Frauenkultur Regional und International in Fürth soll nach dem Willen der Grünen im Bayerischen Landtag ab dem Jahr 2026 eine dauerhafte staatliche Unterstützung erhalten. Wie aus einem aktuellen Haushaltsantrag der Fraktion hervorgeht, fordern die Abgeordneten eine jährliche Förderung in der genannten Höhe. Initiatorin des Vorstoßes ist die wirtschaftspolitische Sprecherin der Grünen, Barbara Fuchs.

Der Trägerverein, der bereits im Jahr 1989 gegründet wurde, betreibt das Museum seit 2003. Bis zum vergangenen Jahr waren die Ausstellungen im Marstall des Schlosses Burgfarrnbach untergebracht. Weil die historischen Räumlichkeiten dort an einen privaten Investor verkauft wurden, musste die Kultureinrichtung weichen. Im Sommer 2025 bezog das Museum neue Ausstellungsflächen in der Hirschenstraße in der Fürther Innenstadt. Der zentrale Standort bringt handfeste Vorteile mit sich. Eine ganzjährige Öffnung ist nun ebenso möglich wie eine engere Zusammenarbeit mit Schulen, Universitäten und anderen Museen.

Der Umzug führt jedoch zu einer deutlichen Mehrbelastung. Laut Angaben der Fraktion steigen die Fixkosten für Miete, Nebenkosten und Versicherungen auf rund 30.000 Euro im Jahr. Bislang stemmen die Mitglieder des Vereins die Arbeit nahezu ausschließlich ehrenamtlich. Spenden und bisherige Fördermittel reichten nicht aus, um die laufenden Ausgaben nachhaltig zu decken, heißt es in der Begründung des Antrags.

Die Abgeordnete Barbara Fuchs weist auf die historische und gesellschaftliche Bedeutung der Einrichtung hin. Frauen hätten über Jahrhunderte entscheidende Beiträge zur Gesellschaft geleistet. Diese Geschichten müssten sichtbar gemacht werden. Fuchs betonte wörtlich: «Das Museum in Fürth bietet dafür einen lebendigen Raum, der lokale Geschichte, Bildung und internationale Vernetzung verbindet.» Mit den Mitteln des Freistaats ließe sich die wertvolle Arbeit dauerhaft absichern.

Bei dem Fürther Haus handelt es sich um das einzige Frauenmuseum im Freistaat Bayern. Die Einrichtung widmet sich seit über drei Jahrzehnten der Sichtbarkeit von Frauenleistungen und dem interkulturellen Austausch.