Geschichte muss nicht immer mit anstrengenden Fußmärschen über Kopfsteinpflaster verbunden sein. In Fürth verlegt man die klassische Stadtführung nun kurzerhand nach drinnen. Mit «Stadtgeschichte im Sitzen» startet die Tourist-Information eine neue Reihe, die auf Bequemlichkeit und vollständige Barrierefreiheit setzt.
Gleich zum Start am Montag, 9. März, wird passend zum Weltfrauentag (8.3.) ein spannendes Kapitel aufgeschlagen. Ab 14.30 Uhr geht es im Tagungsraum am Bahnhofplatz 9 um «Die Frauen von Fürth: tüchtig, kräftig, tugendsam». Das Format bringt das gesammelte Wissen der Stadtführer direkt in den barrierefreien Saal, um insbesondere Menschen mit eingeschränkter Mobilität eine problemlose Teilnahme zu ermöglichen.
Die Stadtverwaltung reagiert damit auf konkrete Wünsche aus der Bevölkerung. Wie es heißt, hätten Altenheime und Pflegeeinrichtungen in der Vergangenheit wiederholt nach Vorträgen gefragt, die das Erlebnis einer echten Stadtführung ersetzen könnten. Ein erster Versuch mit Kirchweihgeschichten im Vorjahr verlief demnach derart positiv, dass die Verantwortlichen das Konzept nun zu einer festen Reihe weiterentwickelten.
Wer am ersten Termin im März teilnehmen möchte, muss sich aufgrund der begrenzten Kapazitäten vorab anmelden und eine Gebühr von zehn Euro entrichten. Ermäßigte Tickets gibt es prinzipiell nicht. Dafür servieren die Organisatoren den Gästen während der rund sechzig Minuten dauernden Veranstaltung Kaffee und Kekse. Dies soll für eine entspannte Atmosphäre sorgen.
Auch für den Rest des Jahres stehen die Themen bereits fest. Mitte Mai, konkret am 11. Mai, beleuchtet ein Vortrag den Aufbruch der Fürther Wirtschaftswunderpioniere. Wenn die Tage im Herbst wieder kürzer werden, rücken am 5. Oktober die traditionellen Kirchweihgeschichten in den Fokus. Den Abschluss des Jahreszyklus bilden schließlich am 30. November die Fürther Weihnachtsgeschichten, die besinnlich auf die Adventszeit einstimmen sollen.
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