Die aktuellen geopolitischen Spannungen im Nahen Osten sorgen auf den internationalen Energiemärkten für erhebliche Unruhe. Während die Preise für Heizöl regional bereits ansteigen, können Kunden der infra Fürth vorerst aufatmen. Der lokale Energieversorger garantiert Preisstabilität für Strom und Erdgas im laufenden Jahr 2026.
Grundlage für diese Entwicklung ist die Beschaffungsstrategie des Unternehmens. Die infra Fürth bestätigte auf Nachfrage von „Fürth Aktuell“, dass das Unternehmen Strom und Erdgas langfristig und über mehrere Jahre hinweg einkaufe. Diese Vorgehensweise glätte kurzfristige Preisspitzen an den Börsen. Sollten die Beschaffungspreise jedoch über einen längeren Zeitraum auf einem hohen Niveau verharren, hätte dies Auswirkungen auf künftige Tarife.
Auch hinsichtlich der Versorgungssicherheit gibt es derzeit keine Warnsignale. Das Fürther Erdgasnetz sei in die deutschlandweite Infrastruktur eingebunden. Weder die Bundesnetzagentur noch das zuständige Wirtschaftsministerium hätten bislang Hinweise auf drohende physische Engpässe bei der Gasversorgung gegeben. Die bundesweiten Gasspeicher weisen aktuell zwar einen relativ geringen Füllstand von rund 20 Prozent auf. Aufgrund der milden Temperaturen finden jedoch bereits wieder Einspeicherungen statt.
Bemerkenswert ist, dass die Kunden der infra Fürth bislang gelassen auf die internationalen Entwicklungen reagieren. Wie Sprecherin Kerstin Sammet mitteilte, habe es in den Servicecentern bisher keine besorgten Nachfragen zur Gaspreisentwicklung gegeben.
Die infra rät den Kunden, Ruhe zu bewahren. Es sei derzeit nicht absehbar, wie lange der Konflikt andauere und ob er die Preise für das Jahr 2027 beeinflusse. Da die infra bereits einen größeren Teil der benötigten Energiemengen für 2027 eingekauft hat, geht das Unternehmen davon aus, die derzeitigen Preisspitzen gut abpuffern zu können.
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