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Wohin mit alten Kleidern? Diskussion über Fast Fashion in Fürth

15. Oktober 2026, 20:08 Uhr ,
Altkleidercontainer: Nicht jedes abgegebene Kleidungsstück kann wiederverwendet oder recycelt werden. (Foto: Symbolbild)Altkleidercontainer: Nicht jedes abgegebene Kleidungsstück kann wiederverwendet oder recycelt werden. (Foto: Symbolbild)

Billige Kleidung, ständig wechselnde Kollektionen und überfüllte Altkleidercontainer: Die sogenannte Fast Fashion stellt Umwelt und Entsorgungsunternehmen vor wachsende Herausforderungen. Was mit aussortierten Textilien geschieht und wie sich der Umgang mit Kleidung nachhaltiger gestalten lässt, steht am Freitag, 16. Oktober 2026, im Mittelpunkt einer Veranstaltung in Fürth.

Der Verein Müll und Umwelt e.V. Fürth lädt dazu ab 18 Uhr in die Freibank am Waagplatz 2 ein. Unter dem Titel «Fast Fashion und Alttextilien» geht es um das bestehende Sammelsystem, das Einkaufsverhalten und Möglichkeiten, die Situation zu verbessern. Waltraud Galaske und Barbara Fuchs, Mitglied des Bayerischen Landtags, geben dazu Impulse. Anschließend ist ein Workshop vorgesehen, bei dem Ansätze für Veränderungen erarbeitet werden sollen.

Nach Angaben der Europäischen Umweltagentur fielen 2022 in der Europäischen Union rund 6,94 Millionen Tonnen Textilabfälle an. Das entspricht durchschnittlich etwa 16 Kilogramm pro Einwohner. Ein großer Teil der aus Haushalten stammenden Textilabfälle wurde nicht getrennt gesammelt und landete im gemischten Hausmüll.

Nicht jedes Kleidungsstück, das in einem Altkleidercontainer landet, kann erneut getragen werden. Während gut erhaltene Kleidung weiterverkauft oder weitergegeben werden kann, ist die Verwertung beschädigter oder minderwertiger Textilien deutlich schwieriger. Hinzu kommt, dass ausgediente Kleidung häufig aus unterschiedlichen Kunst- und Naturfasern besteht, die sich nur aufwendig voneinander trennen lassen.

Seit Januar 2025 müssen die EU-Mitgliedstaaten eine getrennte Sammlung von Alttextilien sicherstellen. Das bedeutet allerdings nicht, dass sämtliche beschädigten oder verschmutzten Kleidungsstücke in die üblichen Altkleidercontainer gehören.

Die Veranstaltung in Fürth soll nicht nur Probleme bei der Sammlung und Verwertung aufzeigen, sondern auch das eigene Konsumverhalten in den Blick nehmen. Dazu gehört die Frage, welche Möglichkeiten bestehen, die Lebensdauer von Kleidungsstücken zu verlängern und die Menge an Textilabfällen zu reduzieren.

Neben der Wiederverwendung spielen dabei auch Reparaturen, Secondhand-Angebote und ein bewussterer Einkauf eine Rolle. Die Europäische Umweltagentur sieht insbesondere in langlebiger Kleidung und einer stärkeren Wiederverwendung Möglichkeiten, die Umweltbelastung durch Textilien zu verringern.

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